Wowereit: Bücherverbrennung war "Akt der Barbarei"

Wowereit: Bücherverbrennung war "Akt der Barbarei"

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, hat die vor 80 Jahren von den Nazis organisierte Bücherverbrennung  als einen "Akt der Barbarei und der antidemokratischen Hetze" bezeichnet. "Die Ereignisse von damals zeigen bis heute, wie schnell eine offene Gesellschaft zerstört werden kann, wenn ihr die Grundlage demokratischer Willensbildung entzogen wurde", sagte er. "Mir ist besonders wichtig, dass diese historische Erfahrung immer wieder an junge Menschen weitergegeben wird. Denn sie sind es, die in Zukunft die Vielfalt und Offenheit der Zivilgesellschaft in unserem Land wahren müssen.“

Die Bücherverbrennung gehöre „zu den dunkelsten Stunden der Geschichte des ‚Landes der Dichter und Denker‘.“  Dieser erste massive Angriff der Nationalsozialisten auf die geistige Freiheit sei zugleich der erste schreckliche Höhepunkt der von der braunen Diktatur betriebenen Zerstörung der intellektuellen und kulturellen Vielfalt in unserem Land. Mit den Schriften von bedeutenden Autoren wie Thomas und Heinrich Mann, Kurt Tucholsky, Carl von Ossietzky, Alfred Kerr, Bertolt Brecht, Siegmund Freud, Erich Maria Remarque und vielen anderen verbrannten auch Toleranz, Liberalität und Pluralismus.“