Stroedter: Tegels Zukunft ohne Flugbetrieb

Stroedter: Tegels Zukunft nur ohne Flugbetrieb denkbar

Jörg Stroedter, Porträt 2009
 

Als "nicht hinnehmbar" hat der Reinickendorfer SPD-Abgeordnete und Bundestagskandidat Jörg Stroedter die vom neuen Flughafenchef Hartmut Mehdorn geäußerte Ansicht bezeichnet, den Flughafen Tegel auch nach der Eröffnung von BER weiterbetreiben zu wollen. Dies entbehre jeglicher Logik, so Stroedter. "Weder juristisch, noch politisch bestehen Möglichkeit oder Absicht, am gültigen Planfeststellungsbeschluss etwas zu ändern. Der Flugbetrieb am Flughafen TXL wird spätestens ein halbes Jahr nach Inbetriebnahme von BER eingestellt und der Flugplatz als solcher entwidmet."

Es sei die Absicht der SPD, den Flughafen BER zu einem wirtschaftlich erfolgreichen Singlestandort zu entwickeln und die Anwohnerinnen und Anwohner in der Einflugschneise von Tegel und Umgebung zu entlasten, sagte Stroedter, der auch Kreisvorsitzender der Reinickendorfer SPD ist.  "Diesbezüglich brüskieren die Äußerungen von Hartmut Mehdorn und dem CDU-Kreisvorsitzenden Frank Steffel nicht nur alle vom Fluglärm betroffenen Einwohner in Pankow, Reinickendorf und Spandau. Sie behindern auch die Planungssicherheit künftiger Investoren und konterkarieren die intensiven Bemühungen der Nachnutzungsgesellschaft, das TXL-Gelände mittelfristig zu einem Wirtschafts- und Technologiepark umzugestalten. Damit gefährden sie den Wirtschaftsstandort Reinickendorf und viele tausende potentieller Arbeitsplätze, die sich im Umkreis des künftigen Campus der Beuth-Hochschule ansiedeln werden."

Die Äußerung von Herrn Mehdorn, „den Flugverkehr gerechter auf die Stadt verteilen“ zu wollen, sei insofern absurd, als dass der Berliner Flugbetrieb derzeit hauptsächlich von Tegel und zu Lasten der dortigen Anwohner getragen wird, während der alte Flughafen Schönefeld kaum ausgelastet sei, erklärte Stroedter.
"Unser Ziel ist es weiterhin, den Flugbetrieb in den Randzeiten, also nach 23 Uhr, zu verhindern und ihn stattdessen über Schönefeld (alt) abzuwickeln. Dies ließe sich sowohl über wirtschaftliche Anreize, zum Beispiel kostenlose Start- und Landegebühren in Schönefeld, als auch durch eine Änderung der Betriebserlaubnis für Tegel realisieren.“