Gedenken an Otto Wels in Treptow-Köpenick

23. März:

Gedenken an Otto Wels in Treptow-Köpenick

Die SPD Treptow-Köpenick veranstaltet am 23. März um 14.30 Uhr eine Gedenkveranstaltung an der Stele für Otto Wels in der Friedrichshagener  Bölschestraße 27- 30.  Der  SPD-Bundestagskandidat in Treptow-Köpenick.Matthias Schmidt und der Landesvorsitzende der Berliner SPD, Jan Stöß, werden an all jene erinnern, die sich mit Leib und Leben für die deutsche Demokratie eingesetzt haben, und zugleich allen Demokraten Mut machen, auch dort für eine starke Demokratie einzutreten, wo Rechtsextremisten beginnen wieder Fuß zu fassen.

Die Rede von Otto Wels gegen das Ermächtigungsgesetz der Nazis kennen viele. Aber wer weiss, wie lange er in Friedrichshagen lebte und dass er bereits im Mai 1933 Berlin verlassen musste?  Die SPD Treptow-Köpenick hat 2009 an seinem 70. Todestag eine Gedenkstele in der Bölschestraße aufgestellt, Gerhard Schröder hielt damals eine Gedenkrede. Aber im Bewusstsein der Menschen in Treptow-Köpenick ist Otto Wels sicherlich nicht als einer der ihren verankert.
Dabei hat Wels mindestens seit 1922 dort gelebt und auch bei der damals mitgliederstarken SPD in Köpenick mitgewirkt. Seit 1919 war er einer der Parteivorsitzenden.
Otto Wels führte ab 1933 zunächst in Saarbrücken, dann mehrere Jahre in Prag und bis zu seinem Tod im September 1939 in Paris die SOPADE, die Exilorganisation der deutschen Sozialdemokraten. Nach Berlin und nach Friedrichshagen konnte er nie wieder zurückkommen, begraben ist er in Paris.
In diesem Jahr jährt sich nun sein Geburtstag zum 120. Mal und die bis heute beachtete Rede zum 80. Mal. Ein Anlass, um mehr Erinnerung und Andenken an diesen mutigen Sozialdemokraten auf den Weg zu bringen. 

Gedenken an der Stele für Otto Wels, Friedrichshagen, Bölschestraße 27- 30 in 12587 Berlin.