Erinnerung an die März-Revolution

18. März

Erinnerung an die Märzrevolution

Mit einer Kranzniederlegung auf dem Friedhof der Märzgefallenen erinnert die Berliner SPD am 18. März an die Opfer der Revolution von 1848.
Um 10 Uhr legen der SPD-Landesvorsitzende Jan Stöß, Mitglieder der Historischen Kommission und der SPD-Fraktion des Abgeordnetenhauses Kränze auf dem Friedhof der Märzgefallenen im Volkspark Friedrichshain (Ernst-Zinna-Weg, 10249 Berlin) nieder.

In der  Revolution von 1848 brachen aufgestaute politische und soziale Konflikte auf, mit einer demokratischen Umwälzung wurde die Hoffnung auf bessere soziale Verhältnisse verbunden. Es beteiligten sich auch die frühen Organisationen und Vorläufer der Arbeiterbewegung.

Auch in Berlin kämpften zahlreiche Menschen für Freiheit und Demokratie, forderten die Rede- und Versammlungsfreiheit, die Pressefreiheit und das Wahlrecht. Für ihre Überzeugungen mussten über 270 von ihnen sterben – darunter viele Handwerker, Arbeiter und Dienstboten. Auch Frauen und Kinder wurden getötet.
„Ihrer gedenken wir jedes Jahr am 18. März, denn stirbt die Erinnerung an ihren Mut und ihre Ziele, geht auch das Wissen darum verloren, dass wir Demokratie erkämpfen mussten und bis heute für ihren Erhalt einstehen. 165 Jahre „Friedhof der Märzgefallenen“ ist ein wichtiges Symbol der Demokratie- und Arbeiterbewegung“, so Susanne Kitschun, Mitglied des Abgeordnetenhauses und stellvertretende Vorsitzende des Paul-Singer-Vereins.

Zur Sicherung der Bildungsarbeit vor Ort erklärt der Berliner SPD-Landesvorsitzende Jan Stöß: „Der Friedhof der Märzgefallenen leistet wichtige Bildungs- und Aufklärungsarbeit für Jung und Alt. Die Gedenkstätte, die ein ‚Grundstein der Demokratie‘ in unserem Land ist, wird vor allem durch viel ehrenamtliches Engagement getragen. Die Fortführung dieser Arbeit für Demokratie muss dauerhaft gesichert werden.“

 

Seit vielen Jahren wirbt die überparteiliche Aktion 18. März dafür, den 18. März zu einem Gedenktag für die Demokratie zu machen, Sie läst wieder zu zwei Veranstaltungen:

  • Um 17 Uhr veranstaltet die Aktion 18. März an gleicher Stelle eine Gedenkstunde mit Kranzniederlegung und Grußworten. Unter den Rednerinnen ist auch die Abgeordnete Susanne Kitschun.
  • Bereits um 15 Uhr ruft die Aktion 18. März wie in den vergangenen Jahren zu einer Gedenkveranstaltung auf dem Platz des 18. März am Brandenburger Tor auf.

 

Aktion 18. März: Programm zum Montag 18. März 2013

Feierstunde auf dem „Platz des 18. März“ um 15 Uhr vor dem Brandenburger Tor
Begrüßung: Dr. Christian Hanke, Bezirksbürgermeister Mitte
Grußworte: György Dalos, Schriftsteller, Ungarn;  Petra Pau, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages; Walter Momper, Parlamentspräsident a.D.; Wolfgang Börnsen (Bönstrup), MdB, Wolfgang Wieland, MdB;
Musik machen die Boxhagener Stadtmusikanten unter Leitung von Dr. Wolf Bayer (geb. 18. März 1948)

Kranzniederlegung auf dem Friedhof der Märzgefallenen um 17 Uhr
Begrüßung: Dr. Peter Beckers, stellvertretender Bezirksbürgermeister Friedrichshain/Kreuzberg;
Grußworte: Ralf Wieland, Präsident des Abgeordnetenhauses;  Sibylle Laurischk, MdB; Susanne Kitschun, MdA, stellvetr. Vorsitzende Paul-Singer-Verein; Bernd Schlömer, Bundesvorsitzender der Piraten
www.friedhof-der-maerzgefallenen.de