ASF ruft zum Equal Pay Day auf

21. März:

ASF ruft zum Equal Pay Day auf

EPD 2011 Gruppe Steinmeier
 

Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen ruft zur Teilnahme am Eqal Pay Day auf. Am 21. März 2013 um 12.00 Uhr demonstrieren Frauenverbände, Gewerkschaften und SPD-Bundestagsfraktion vor dem Brandenburger Tor. Kanzlerkandidat Peer Steinbrück wird sprechen.
Frauen verdienen in Deutschland im Schnitt 22 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. „Unsere Geduld ist am Ende“, so die Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) Eva Högl. "Für die Durchsetzung von gleichem Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit von Männern und Frauen gibt es bei Bundeskanzlerin Merkel und ihrer schwarz-gelben Koalition nur Worte, die die Situation beklagen. Ansonsten bleiben sie bis heute tatenlos in der Bekämpfung von Lohndiskriminierung."

Am Equal Pay Day haben Frauen in Deutschland endlich genauso viel Geld in der Tasche wie ihre männlichen Kollegen schon am Ende des Vorjahres. Dieses Lohngefälle von knapp drei Monaten zeigt der Equal Pay Day am 21. März 2013 auf. "Das ist kein Grund zum Feiern", so die ASF-Vorsitzende.
 In Berlin liegt die Lohnlücke sogar bei 23 Prozent. Die Lohnlücke im engeren Sinne, d.h. die Differenz der durchschnittlichen Stundenverdienste lag bei 15,3 Prozent. Deutschlandweit bei 8 Prozent.

Eva Högl: "Die SPD-Bundestagsfraktion will die Unternehmen verpflichten, für diskriminierungsfreie Löhne und Gehälter zu sorgen. Ein entsprechendes Gesetz hat die SPD bereits vorgelegt. Die schwarz-gelbe Koalition im Bund und Frau Merkel zeigen Frauen jedoch weiterhin die kalte Schulter."

Die Forderungen der SPD stehen fest:

  • Gesetz für tatsächliche Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern.
  • Gesetzlicher Mindestlohn in Höhe von mindestens 8,50 Euro.
  • Reguläre Beschäftigung statt prekäre Beschäftigung, wie Mini-Jobs und „kleine“ Teilzeit
  • Gleichstellungsgesetz für bessere Aufstiegschancen in der Privatwirtschaft
  • Gesetzliche Mindestquoten für Aufsichtsräte und Vorstände
  • Reform des Bundesgremiengesetzes und die Einbeziehung der Aufsichtsgremien der Sozialversicherungen und anderer Körperschaften des öffentlichen Rechts