Kiziltepe: Wir müssen die BerlinerInnen vor Verdrängung schützen!

Kiziltepe: Wir müssen die BerlinerInnen vor Verdrängung schützen!

 

„Bezahlbares Wohnen in der sozialen Stadt“ - das war das Thema des Vor-Ort-Termins von der Direktkandidatin für den Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg/Prenzlauer Berg Ost, Cansel Kiziltepe und dem Mitglied im Kompetenzteam Peer Steinbrücks für Infrastruktur und Bezahlbares Wohnen, Florian Pronold (MdB). Beide haben sich vor Ort in Friedrichshain über die Wohnsituation und Mietenentwicklung im Kiez informiert.

Der Geschäftsführer von ASUM (Angewandte Sozialforschung und urbanes Management GmbH), Werner Oehlert berichtete von steigenden Mieten, auslaufenden Förderungen und der Umwandlung von regulär vermieteten Wohnungen in Ferienwohnungen. Wo neue Wohnungen entstehen, lägen diese überwiegend im hohen Preissegment bzw. würden als Eigentumswohnungen angeboten. Der Neubau allein werde das Problem der Verdrängung nicht lösen. Man müsse zusätzlich „in den Bestand gehen und dafür sorgen, dass Menschen ihre Wohnungen behalten können“, so Oehlert.

Dazu erklärt die Friedrichshain-Kreuzberger Bundestagskandidatin Kiziltepe: „Für die betroffenen Kieze müssen alle rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um die BewohnerInnen vor Verdrängung zu schützen. Es kann nicht sein, dass sich gewachsene Kiezstrukturen auflösen und Menschen umziehen müssen, weil sie sich die Miete nicht mehr leisten können.“

Bei einem Kiezspaziergang konnten Kiziltepe und Pronold die von Oehlert beschriebenen Entwicklungen direkt in Augenschein nehmen. Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende machte deutlich, worum es am 22. September geht: „Wir kämpfen dafür, dass Menschen ihre Heimat nicht verlieren. Hierzu gehören die Mietpreisbremse und ein sozialer Wohnungsneubau. Wir dürfen aber nicht nur in Beton, sondern müssen auch in sozialen Zusammenhalt investieren und Programme wie die Soziale Stadt wieder stärken. Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat das Gegenteil getan: Im Mietrecht wurde nichts gegen die explosionsartig steigenden Mieten unternommen, Rechte von Mieterinnen und Mieter wurden beschnitten und das Programm Soziale Stadt drastisch zusammengestrichen.“