Jan Stöß: Auch in einer Großen Koalition muss SPD pur erkennbar sein

Jan Stöß: Auch in einer Großen Koalition muss SPD pur erkennbar sein

Porträt Jan Stöß
 

"Die Entscheidung, dieses Verfahren zu wagen, wird nicht nur die SPD, sondern unsere ganze Demokratie verändern", sagte Berlins SPD-Landesvorsitzender Jan Stöß in einem Interview mit der BZ am Sonntag zum Mitgliedervotum der SPD."Entscheidungen werden nicht mehr in Hinterzimmern getroffen. Sie werden breit diskutiert und alle Mitglieder dürfen mitentscheiden."

Stöß wies auf den Meinungsumschwung hin, der nach Vorliegen des Koalitionsvertrags eingetreten sei. "Da haben viele Mitglieder gesagt: In Anbetracht des bescheidenen Wahlergebnisses haben wir hier gut verhandelt und sollten das im Sinne der Menschen auch durchsetzen. Das war ein Angebot, dass man kaum ablehnen konnte." Es gelte künftig klarzumachen, so Stöß,  "dass die SPD in der Regierungsverantwortung ihre Ziele umsetzen kann und dass Fraktion und Partei ein ganz klares SPD-Profil vertreten". Damit könne die SPD auch die Mitglieder mitnehmen, die jetzt mit Nein gestimmt hätten. Stöß: "Da kann ich Berlin als Beispiel empfehlen, wo wir ja ebenfalls mit dem Anspruch angetreten sind: Auch in einer Großen Koalition muss SPD pur erkennbar sein"