Gedenktafel für Erich Ollenhauer in Karlshorst enthüllt

Gedenktafel für Erich Ollenhauer in Karlshorst enthüllt

Gedenktafelenthüllung 13.12.2013
 

An die Verdienste des ehemaligen SPD-Vorsitzenden Erich Ollenhauer haben der Berliner SPD-Landesvorsitzende Jan Stöß und der SPD-Fraktionsvorsitzende im Deutschen Bundestag Dr. Frank-Walter Steinmeier bei der Enthüllung einer Gedenktafel in der Lichtenberger Trautenauer Straße 6 erinnert. Hier hatte Ollenhauer von 1924 bis 1932 gewohnt. In dieser Zeit arbeitete er als Sekretär des Hauptvorstands der Sozialistischen Arbeiterjugend in Berlin. Von 1928 bis 1933 war er Vorsitzender des Verbandes der Sozialistischen Arbeiterjugend Deutschlands. Auch eine Enkelin Ollenhauers nahm an der Gedenkveranstaltung teil.

 
Gedenktafelenthüllung 13.12.2013
 

Erich Ollenhauer, geboren am 27. 03. 1901 in Magdeburg, starb vor 50 Jahren - am 14. Dezember  1963 - in Bonn. Mit der Anbringung der Gedenktafel in Karlshorst erinnere der Bezirk Lichtenberg, so Kerstin Beurich, Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur, Soziales und Sport, an eine wichtige Persönlichkeit der deutschen Nachkriegsgeschichte.

Im April 1933 war Ollenhauer in den Vorstand der SPD gewählt worden. Im Mai emigrierte er auf Parteibeschluss nach Prag, um dort den Widerstand gegen das NS-Regime aus dem Ausland weiterzuführen. 1952 nach dem Tode Kurt Schumachers wurde Ollenhauer zum Vorsitzenden der SPD und zum Fraktionsvorsitzenden im Deutschen Bundestag gewählt. Unter seinem Vorsitz stellte sich die SPD mit dem Godesberger Programm neu auf. Kurz vor seinem Tod wurde er zum Vorsitzenden der Sozialistischen Internationale gewählt.

 
Gedenktafelenthüllung 13.12.2013
 

In Fortführung der Politik Kurt Schumachers, so Steinmeier, stand die Überwindung der Spaltung Deutschlands im Vordergrund seiner Fraktions- und Parteiführung.
Fotos: Dennis Meier