Thomas Isenberg unterzeichnet "Berliner Erklärung Organspende"

Thomas Isenberg unterzeichnet "Berliner Erklärung Organspende"

porträt Thomas Isenberg
 

Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion Berlin, Thomas Isenberg, gehört zu den ersten Unterzeichnern der „Berliner Erklärung Organspende“. Er fordert mehr Aufklärung der Bevölkerung, aber auch mehr Kontrollen. Zugleich appeliert er an die Bevölkerung Organspender zu werden: „Wer krank ist, muss sich drauf verlassen können, dass Hilfe im Gesundheitssystem solidarisch funktioniert. Klare Leitplanken des Patientenschutzes müssen das Vertrauen in die Organtransplantation stärken, Anreize zum Missbrauch beseitigen und Kontrollen verbessern. Andererseits: Wer als Patient im Falle eines Falles Organe gespendet haben möchte, sollte sich überlegen, auch selber solidarisch zu sein und Organspender zu werden."
Aus diesen Gründen unterstütze er auch die „Berliner Erklärung Organspende“, die sich zum Ziel gesetzt habe, einerseits für Organspenden zu werben, und andererseits dafür zu sorgen, dass die Organspende und -transplantation in Berlin und darüber hinaus auch in Deutschland insgesamt transparenter und vertrauenswürdiger gemacht werden, erklärte der SPD-Politiker.
Die „Berliner Erklärung Organspende“ wurde am 8. August von einem Bündnis von Berlinerinnen und Berlinern quer durch alle Berufsgruppen und über Partei- und Einrichtungsgrenzen hinweg vorgestellt. Die Vertreter aus Medizin, Forschung, Politik und Verbänden wollen die Berliner Bürgerinnen und Bürger dazu anzuregen, sich bewusst auf Grundlage von verständlichen Informationen für oder gegen eine mögliche Organspende zu entscheiden. Ungeachtet notwendiger bundesweiter Maßnahmen wollen wir in Berlin weitergehende Maßnahmen umsetzen.

Konkret sollen u.a.:

  • die Berichterstattung zum Berliner Transplantationsgeschehen verständlicher gemacht werden.
  • die historisch guten Elemente der Berliner Situation, wie das Mehraugenprinzip oder die Rescue Allokationen (beschleunigtes Vermittlungsverfahren) noch besser genutzt und gestärkt werden.
  • die Transplantationszentren durch die Entwicklung von Benchmarks und Qualitätskriterien systematischer bewertet und deren Strukturen und Prozesse verbessert werden.
  • u. a. mit der Veröffentlichung von Ergebnissen und Prüfberichten, mit der Vermeidung von Chefarzt-Aufschlägen und Doppelmitgliedschaften in Entscheidungssystemgremien die Berliner Situation über das Bundesniveau gehoben werden.
  • durch die Gründung eines Beirats eine zusätzliche Struktur geschaffen werden, die sich regelmäßig mit dem Berliner Transplantationssystem beschäftigt und Verbesserungsvorschläge erarbeitet.