SPD-Aktionstag "Für Kitas statt Betreuungsgeld"

SPD-Aktionstag „Für Kitas statt Betreuungsgeld“

Klaus Mindrup qf
 

Pankows SPD-Bundestagskandidat Klaus Mindrup bringt es auf seiner Internetseite auf den Punkt: "Das Betreuungsgeld ist unsinnig und rückwärtsgewandt: es könnte den fatalen Zusammenhang zwischen den Bildungschancen der Kinder und dem Bildungshintergrund der Eltern verstärken und zu noch mehr Bildungsverlierern führen. Das kann und darf sich Deutschland nicht leisten. Die Opposition im Deutschen Bundestag, der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände sprechen sich geschlossen gegen das Betreuungsgeld aus. Und trotzdem setzte sich Angela Merkel mit einem Machtwort gegen die Zweifler in den Reihen der Regierungsparteien durch - moderne Familien- und Bildungspolitik geht anders! Die zwei Milliarden Euro, die Schwarzgelb für das Betreuungsgeld verpulvern will, könnten sehr viel besser eingesetzt werden, etwa - so plant es die SPD in ihrem Wahlprogramm - für den Bau von 200.000 neuen Kitaplätzen."

„Für Kitas statt Betreuungsgeld" - unter diesem Motto steht am Sonnabend ein bundesweiter Aktionstag der SPD, die mit unterschiedlichsten Aktionen zeigt, wie moderne Familienpolitik geht.
Mit dem 1. August ist der Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz in Kraft getreten.Anders als in Berlin, wo bereits 44,3 Prozent aller Kinder zwischen 0 und 3 Jahren eine Kita besuchen, kann dieser Anspruch jedoch nach wie vor nicht überall bedarfsgerecht eingelöst werden. Zudem werde, so SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles, die Nachfrage weiter steigen – bei gleichzeitig notwendigen Qualitätsverbesserungen.
Nahles: "Statt hier alle Kräfte zu bündeln und den Rechtsanspruch flächendeckend umzusetzen, hat die Bundesregierung jedoch das unsinnige Betreuungsgeld eingeführt und dafür allein bis 2017 fast 4 Mrd. Euro eingeplant. Die bisher verschwindend geringe Nachfrage in fast allen Bundesländern zeigt überdeutlich: Das Betreuungsgeld entspricht nicht den Wünschen der Eltern. 100 Euro im Monat als Ausgleich für einen Krippenplatz helfen niemandem – Eltern wollen und brauchen stattdessen den weiteren Ausbau von Krippen und Kitas."

Flugblatt der Bundes-SPD (PDF)