GSW-Verkauf: SPD-Abgeordnete fordern mieterfreundliche Regelungen

GSW-Verkauf: SPD-Abgeordnete fordern mieterfreundliche Regelungen

Nach der Ankündigung der "Deutsche Wohnen AG", im Rahmen eines Aktientauschs die GSW AG zu übernehmen, mahnen SPD-Abgeordnete mieterfreundliche Regelungen an. Die neue Gesellschaft wird mit Abstand die meisten Wohnungen in Berlin besitzen. Für die SPD-Abgeordneten Swen Schulz (MdB) und Daniel Buchholz (MdA) muss bei der Übernahme gesichert sein, dass die Rechte der Mieter vollumfänglich gewahrt bleiben und keine Mieter durch überzogene Forderungen aus ihren Wohnungen verdrängt werden.
Swen Schulz und Daniel Buchholz: „Mit rund 108.000 Wohnungen in Berlin bildet sich eine neue Marktmacht. Das sehen viele Mieterinnen und Mieter zu Recht mit Sorge, haben bisherige Verkäufe doch selten Vorteile für die Mieter gebracht. Besonders betroffen ist der Bezirk Spandau. Hier besitzt die GSW 13.919, die Deutsche Wohnen 1.212 Wohnungen (Angaben der Unternehmen). Obwohl Spandau mit rund 220.000 Einwohnern inzwischen von der Bevölkerungszahl her der kleinste Berliner Bezirk ist, wird die neue Gesellschaft mit zusammen 15.131 Einheiten hier die meisten Wohnungen besitzen und damit eine beherrschende Stellung einnehmen. Darunter sind auch wesentliche Bestände des Weltkulturerbes in der Siemensstadt."

Die Deutsche Wohnen kündigt selbst ‚Synergieeffekte von 25 Mio Euro bei der Verwaltung und Bewirtschaftung (z.B. Facility-Management)‘ an. "Das bedeutet konkret Einsparungen, die aber nicht zu Lasten der Mieterinnen und Mieter gehen dürfen", so die SPD-Abgeordneten. "Auch durch Weiterverkäufe oder überzogene Mieterhöhungen darf es keine Verdrängung der bisherigen Mieter geben. Aufgrund von Mieterhinweisen und –beschwerden haben wir uns als Abgeordnete in der Vergangenheit bereits mehrfach an die beiden Unternehmen gewendet. Wir werden auch bei einem Zusammenschluss weiter die Interessen der Mieterinnen und Mieter aktiv vertreten.“