Gedenken an die Opfer von Mauer und TeilungSeitentitel

Gedenken an die Opfer von Mauer und Teilung

 

Der 13. August 1961 hat sich tief in das Gedächtnis dieses Landes eingebrannt. „Zwischen Ost und West wurde eine Mauer erbaut, die für Jahrzehnte Familien und Freunde getrennt hat. Unrecht ist vielen Menschen widerfahren. An ihr Schicksal und das Leiden ihrer Angehörigen erinnern wir an diesem Tag“, so der SPD Landesvorsitzende Jan Stöß.

Er war ebenso bei der Andacht für die Opfer von Mauer und Teilung in der Kapelle der Versöhnung in Berlins Mitte wie der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses, Ralf Wieland, die Bundestagsabgeordnete und Wahlkreiskandidatin für Mitte, Eva Högl, sowie die Kandidatin für den Europawahlkampf 2014, Sylvia-Yvonne Kaufmann. Wowereit zum Anlass des heutigen Zusammenkommens: „Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, die Erinnerung an Unfreiheit und Diktatur an die nächsten Generationen weiterzugeben, Freiheit und Demokratie zu pflegen und alles zu tun, damit solches Unrecht nicht wieder geschieht.“

Bei der Andacht gedachte Pfarrer Thomas Jeutner vor allem der jungen Menschen, die über die Grenze fliehen wollten und dabei starben. Ihre Hoffnung, so Jeutner, war stärker als ihre Angst. Beispielhaft nannte er Ottfried Reck (1944-1962), der aus Angst vor Repressalien die Flucht ergriff. Der junge Mann wollte Opernsänger werden und starb durch eine Kugel in den Rücken. Rainer Wagner, Vorsitzender der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft, berichtet aus eigenem Erleben. Als 15jähriger wurde er in das Gefängnis Dessau verbracht, scharfer militärischer Drill gehörte von da an zu seinem Alltag. Für ihn war der Mauerbau vor allem verknüpft mit einem Bild: „Um den Zuchthaus-Staat wurde eine Zuchthaus-Mauer“ gelegt.

136 Menschen wurden an der Berliner Mauer ermordet. Peter Fechter war einer von ihnen. Ihm zu Ehren wurde in der Zimmerstraße in Friedrichshain-Kreuzberg ein Denkmal errichtet. Berliner SozialdemokratInnen, darunter auch Ülker Radziwill, legten an diesem Ort Kränze für die Opfer nieder.