Klartext mit Peer Steinbrück in Berlin

Klartext mit Peer Steinbrück in Berlin

Klartext mit Peer Steinbrück
 

Zweieinhalb Stunden Klartext: Auf seiner Länderreise hat SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück am Abend des 3. April im Tempodrom Fragen von Berlinerinnen und Berlinern beantwortet. Knapp 600 nutzten die Gelegenheit, aus erster Hand die Positionen Steinbrücks und der SPD zu erfahren, darunter Sprecher der LandesschülerInnenvertretung, von Pflegeverbänden oder Berliner Vereinen, Gründer von Start-ups und Unternehmer, aber auch Klaus Staeck, Präsident der Berliner Akademie der Künste. Begrüßt wurde Steinbrück im Tempodrom vom Berliner Landesvorsitzenden Jan Stöß, der den SPD-Kanzlerkandidaten tagsüber bereits zu mehreren Stationen seiner Besuchstour bei Start-ups und Unternehmen der Kreativwirtschaft begleitet hatte. Der Slogan von der vergangenen Abgeordnetenhauswahl "Berlin verstehen" müsse gar nicht geändert werden, sagt Stöß. Es habe sich gezeigt: "Peer Steinbrück versteht Berlin."

Die Fragen umfassten die ganze Palette aktueller Themen, von der Europapolitik über Finanzkrise und Steuerpolitik bis hin zur Bildungspolitik und der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Steinbrück warb dafür, Europa als eine große Idee, als "Zivilisationsmodell" zu begreifen, zu dem Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Sozialstaatlichkeit gehörten.

 

 

 
Klartext mit Peer Steinbrück
 

Dienstleistungen und die Arbeit von Menschen für Menschen etwa in der Pflege, aber auch in den Kitas und Schulen, brauche mehr gesellschaftliche Anerkennung, sagte Steinbrück. Das schließe auch eine  bessere Bezahlung ein. Deshalb erteilte er Steuersenkungsplänen, wie sie im schwarz-gellben Lager diskutiert werden, eine Absage. Unterfinanziert sei die Bildung.  Hier müsse ein 10-Milliarden-Euro-Investitionsprogramm für bessere Räume, mehr Personal, aber auch eine bessere Ausstattung der Schulen sorgen.

Bezahlbarer Wohnraum werde ein wichtiges Thema im anstehenden Bundestagswahlkampf, so Steinbrück. Die SPD habe hier bereits konkrete Pläne zur Mietpreisbegrenzung vorgelegt. Im Mai solle eine Konferenz im Hamburg dazu weitere Vorschläge beraten.

Fotos: Horb