Extra-Unterstützung für über 200 Schulen

Extra-Gelder für über 200 Schulen

Raed Saleh in der Wedding-Schule. Foto: SPD-Fraktion

Raed Saleh in der Wedding-Schule. Foto: SPD-Fraktion

 

Für über 200 Berliner Schulen soll es zusätzliche Mittel geben. Gemeinsam mit Bildungssenatorin Sandra Scheeres stellte der SPD-Fraktionsvorsitzende Raed Saleh jetzt ein Programm der Berliner SPD-Fraktion zur Unterstützung von Schulen vor, die vor besonderen Belastungen stehen. Ab 2014 sollen diese Schulen zusätzliche Gelder in Höhe von jährlich bis zu 100.000 Euro erhalten. Insgesamt stehen für das Vorhaben 15 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung. Niemand könne bestreiten, dass der Weg zum sozialen Aufstieg an Brennpunktschulen sehr steinig sei, sagte Saleh bei der Vorstellung des Programms in der Wedding-Grundschule. "Brennpunktschulen heißen Brennpunktschulen, weil es dort eine Häufung von Problemen gibt. Mit unserem Brennpunktschulprogramm erkennen wir an: An vielen Schulen in Berlin arbeiten Lehrerinnen und Lehrer teilweise bis zur Grenze ihrer Erschöpfung. Wir haben Respekt vor dieser Leistung", so der SPD-Fraktionsvorsitzende. "Deshalb wollen wir dort helfen, wo es notwendig ist. Nicht mit der Gießkanne, sondern gezielt. Mir ist dabei die Eigenständigkeit der Schulen besonders wichtig, denn vor Ort weiß man am Besten, was gebraucht wird. Wir werden das Programm für Brennpunktschulen nachhaltig und erfolgsorientiert anlegen."

Mit dem  vorgesehene Struktur- und Leistungsbonus, so Bildungssenatorin Sandra Scheeres, gebe es ein neues und flexibles Instrument für Schulen, die vor besonderen Herausforderungen stehen, um sie in ihrem Engagement zu unterstützen. Die  Schulen sollen damit in die Lage versetzt werden, die Schülerinnen und Schüler noch besser als bisher zu fördern. "Ich möchte ausdrücklich betonen: Viele der von dem Programm profitierenden Schulen erbringen hohe Leistungen bis sogar Spitzenleistungen - auch dieses Niveau kann mit den zusätzlichen Mitteln erhalten werden", stellte Sandra Scheeres fest. "Es sind keine ,Reparaturmittel’ für gescheiterte Schulen, sondern zusätzliche Unterstützungsmittel, die schwierige Sozialstrukturen berücksichtigen und Leistung belohnen.“

Von dem Programm werden alle Schulen profitieren, an denen mehr als 50% der Schülerinnen und Schüler von der Zuzahlung zu den Lernmitteln befreit sind. Das sind aktuell 207 Schulen in Berlin. Die Effekte des neuen Programms sollen wissenschaftlich begleitet und evaluiert werden. Abhängig von schulspezifischen Zielvereinbarungen, die sich auf wenige quantifizierbare Indikatoren beschränken sollten, soll ab dem dritten Jahr ein Teil der Mittel für das Folgejahr in Abhängigkeit von der Erfüllung der Zielvorgaben ausgezahlt werden.