AG Migration und Vielfalt: "Erster Schritt zu mehr Chancengleichheit"

AG Migration und Vielfalt: "Erster Schritt zu mehr Chancengleichheit"

Als "ersten Schritt zu mehr Chancengleichheit" hat die AG Migration und Vielfalt das jetzt vom Integrationsausschuss im
Abgeordnetenhaus gebilligte Pilotprojekt zu anonymisierten Bewerbungsverfahren in der Berliner Verwaltung und den landeseigenen Betrieben bezeichnet. „Stadt des Aufstiegs hieß das Papier, das Jan Stöß, Raed Saleh und Klaus
Wowereit am Anfang des Jahres vorgestellt haben. Es freut uns sehr, dass - als ein Baustein sozialdemokratischer Aufstiegspolitik - mit den anonymisierten Bewerbungsverfahren ein erster Schritt zu mehr Chancengleichheit gegangen wird", erklärte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt, Aziz Bozkurt.

Bozkurt bedauerte, dass dieser Schritt nicht so beherzt ausfalle, wie ihn sich die AG Migration und Vielfalt gewünscht habe."
"Zahlreiche Beispiele aus dem Ausland und jüngst in Nordrhein-Westfalen sind Beleg genug dafür, dass mit den anonymisierten Bewerbungsverfahren für benachteiligte Gruppen die Chancen auf ein Bewerbungsgespräch und im
Anschluss auf einen Arbeitsplatz steigen. Ob Frauen in Männerdomänen, alte Menschen oder Menschen mit Migrationshintergrund: Anonymisierte Bewerbungsverfahren führen zu deutlich mehr Chancengleichheit, eine Voraussetzung
für eine aktive Aufstiegspolitik. Deshalb gibt es keinen Bedarf für weitere Pilotprojekte. Was wir brauchen ist eine konsequente Umsetzung, die nun hoffentlich schnell an das Pilotprojekt anschließen wird.“