150-Jahre SPD: "Wie ich zur Arbeiterbewegung fand"

Lesung am 10. April:

"Wie ich zur Arbeiterbewegung fand"

Mit einer Reihe von Lesungen begleitet das Kulturforum Stadt Berlin der Sozialdemokratie das Jubiläumsjahr "150 Jahre SPD". Im Mittelpunkt stehen Biografien und Autobiografien. Zum Auftakt liest Siegfried Heimann, Vorsitzender der Historischen Kommission der Berliner SPD, am 10. April aus Texten von Stephan Born, August Bebel, Anna Nemitz und Willy Brandt.

 

"Wie ich zur Arbeiterbewegung fand ... !"

Lesung aus vier ausgewählten Autobiographien und biographischen Skizzen von Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten

1. Stephan Born, Erinnerungen eines Achtundvierzigers. Born schuf mit der "Arbeiterverbrüderung" die erste überregionale deutsche Arbeiterpartei. In seinen Erinerungen erzählt der Setzergeselle und Sohn eines schlesischen Juden, wie er nach fünfjähriger Lehrzeit wusste, dass die Proletarier nur zusammen stark sind.

2. August Bebel, Aus meinem Leben. Im ersten Band seiner dreibändigen Biographie berichtet Bebel, der langjährige Vorsitzende der SPD, vom schweren Leben seiner Familie, vor allem seiner Mutter, erzählt von seiner Jugendzeit und von den Lehr- und Wanderjahren, die ihn in die Arbeiterpartei führten.

3. Anna Nemitz, Blätter der Erinnerung. Die Berliner Stadtälteste Anna Nemitz hatte bereits vor 1914 in sehr jungen Jahren erste Begegnngen mit der Politik, hatte Prozesse wegen Gotteslästerung und Hochverrat zu bestehen und war 1918 die einzige Frau im Charlottenburger Arbeiter- und Soldatenrat. Die langjährige Reichstagsabgeordnete gehörte 1945 in Berlin-Köpenick zu den Mitbegründern der Berliner SPD und war bis 1954 Berliner Stadtverordnete für Köpenick.

4. Willy Brandt, Links und frei. Den Berlinerinnen und Berlinern muss Brandts Wirken für Berlin nicht vorgestellt werden, wohl aber seine nicht leichte Jugend in Lübeck als hochbegabter, aber nichtehelich geborener Sohn einer alleinerziehenden Mutter. Er musste nicht hungern, lernte aber durch seinen Großvater, einem klassenbewussten Arbeiter, dass auch die Proletarier nicht vom Brot alleine leben.

 

Mittwoch, 10. April 2013, 19 Uhr
Veranstalter:  Kulturforum Stadt Berlin der Sozialdemokratie und BERLINER STIMME
Galerie im Kurt-Schumacher-Haus, Müllerstr. 163, 13353 Berlin

 

Weitere Termine der Reihe:

 

Mittwoch, 24. April 2013, 19 Uhr
Veranstalter:  Kulturforum Stadt Berlin der Sozialdemokratie und BERLINER STIMME
Lesung
Helga Grebing liest aus ihrer Biographie „Freiheit, die ich meinte. Erinnerungen an Berlin“
Galerie im Kurt-Schumacher-Haus, Müllerstr. 163, 13353 Berlin

Mittwoch, 22. Mai 2013, 19 Uhr
Veranstalter: Kulturforum Stadt Berlin der Sozialdemokratie und BERLINER STIMME
Lesung
Christine Bergmann liest aus ihrer Biographie „Von Null auf Hundert: Stationen eines politischen Lebens“
Galerie im Kurt-Schumacher-Haus, Müllerstr. 163, 13353 Berlin
Mittwoch, 5. Juni, 19 Uhr
Veranstalter:  Kulturforum Stadt Berlin der Sozialdemokratie und BERLINER STIMME
Lesung
Günter Lange liest aus der neu erschienenen Biographie
Siegfried Aufhäuser 1884-1969 - Ein Leben für die Angestelltenbewegung
Galerie im Kurt-Schumacher-Haus, Müllerstr. 163, 13353 Berlin