Wowereit: "Zivilgesellschaft muss aktiv für ihre Minderheiten eintreten"

Wowereit: "Zivilgesellschaft muss aktiv für ihre Minderheiten eintreten"

Klaus Wowereit 2011
 

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit hat anlässlich der Übergabe des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma zu einer engagierten zivilgesellschaftlichen Auseinandersetzung mit Intoleranz und Diskriminierung aufgerufen.
Die Errichtung des Denkmals für die Sinti und Roma, die dem nationalsozialistischen Rassenwahn zum Opfer gefallen sind, sei auch für Berlin ein wichtiges politisches Anliegen, betonte Wowereit. Um Demokratie und Freiheit zu verteidigen, sei es von zentraler Bedeutung, dass nachwachsende Generationen niemals vergessen, wozu rechtsextremistische Vorurteile, Hass und Verblendung führen können. "Deshalb ist Erinnerung so wichtig für unsere gemeinsame freiheitliche Zukunft“, sagte der Regierende Bürgermeister.

Das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma solle Mahnmal dafür sein, für Toleranz gegenüber Sinti und Roma einzutreten. Klaus Wowereit: „Sinti und Roma führen in unserer Gesellschaft noch immer Klage über fehlende Anerkennung und über fremdenfeindlich motivierte Angriffe. Das ist ein schändlicher Zustand. Die Zivilgesellschaft muss deshalb aktiv für ihre Minderheiten eintreten und alle diejenigen ausgrenzen, die Diskriminierung, Menschenverachtung und Gewalt predigen. Darüber hinaus muss der demokratische Staat alle rechtstaatlichen Instrumente einsetzen, um solche Straftäter zu verfolgen und zur Verantwortung zu ziehen.“