Swen Schulz: Hochschulpakt aufstocken und weiterentwickeln

Swen Schulz: Hochschulpakt aufstocken und weiterentwickeln

Angesichts der aktuellen  Zahlen des Statistischen Bundesamts über Studienanfängerinnen und Studienanfänger im Studienjahr 2012 hat  der SPD-Bundestagsabgeordnete Swen Schulz zu einer Aufstockung des Hochschulpakts aufgerufen.

"Mehr als 490.000 Studienanfängerinnen und -anfänger haben im Jahr 2012 ein Studium an deutschen Hochschulen aufgenommen. Der Rekordwert des Vorjahres konnte nicht übertroffen werden. Aber es ist der zweithöchste Wert, der jemals erreicht wurde", so Schulz, der stellvertretender Sprecher der Arbeitsgruppe Bildung und Forschung der SPD-Bundestagsfraktion ist.

Die ungebrochen große Nachfrage nach Studienplätzen sei erfreulich. Aber diese fortlaufenden Rekordzahlen zeige deutlich, dass der Hochschulpakt nicht ausreiche, um den Studieninteressierten künftig ein ausreichendes Angebot zu machen. Schulz: "Prognosen der Kultusministerkonferenz, nach denen bis 2020 rund 750.000 Studienanfängerplätze mehr benötigt werden als angenommen, lagen bereits Anfang dieses Jahres auf dem Tisch. Es ist jetzt klar, dass die Zahl der erwarteten Studienanfänger die zusätzlichen Studienmöglichkeiten, die nach derzeitiger Vereinbarung des Hochschulpakts in den Jahren 2011 bis 2015 finanzierbar sind, mit Beginn des nächsten Wintersemesters überschreiten wird. Die vereinbarten finanziellen Mittel werden nur bis 2014 ausreichen. Die SPD warnt seit langem vor einer chronischen Unterfinanzierung und hat deshalb einen ,Hochschulpakt Plus' vorgeschlagen."

Neben einer Aufstockung der finanziellen Mittel fordert Schulz eine Weiterentwicklung des Hochschulpaktes, in dem die Einrichtung von Masterstudienplätzen gefördert und mehr in die Beratung und Betreuung der Studierenden investiert wird. "Bundesministerin Schavan ignoriert jedoch die alarmierenden Fakten. Sie handelt nicht sondern spielt auf Zeit. Der Grund liegt auf der Hand: Die Finanzplanung der Bundesregierung sieht ab dem Jahr 2014 Kürzungen bei der Bildung vor. Wir fordern die Bundesregierung auf, das zu ändern. Es bedarf neuer Beschlüsse, damit die Hochschulen und Länder die notwendige Planungssicherheit und Studieninteressierte ein Angebot erhalten."