Stöß zum Rentenkonzept: "Entscheidende politische Umsteuerung erreicht"

Stöß zum Rentenkonzept: "Entscheidende politische Umsteuerung erreicht"

Im SPD-Rentenkonzept, das auf dem Parteikonvent  am 24. November beraten wird, finden sich  wesentliche Positionen der SPD-Linken wieder. Darauf  hat der Berliner SPD-Landesvorsitzende Jan Stöß hingewiesen. "Die entscheidende politische Umsteuerung, die wir erreicht haben, ist: Wir werden bis 2020 am bestehenden Rentenniveau von 50 Prozent festhalten", sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Als weiteren Punkt nannte er die Angleichung der Renten in Ost und West.

Die SPD setze darauf, das Sicherungsniveau der jetzigen Rente beizubehalten, alles andere sei zu wenig, sagte Jan Stöß im Interview mit radio 1.

Im Inforadio Berlin nannte Stöß das SPD-Rentenkonzept einen "richtig guten Entwurf". "Damit können wir auch aus Berliner Sicht gut leben. Wir glauben, dass die Rente mit 67 ausgesetzt werden muss, solange nicht mindestens die Hälfte der Menschen zwischen 60 und 64 arbeitet."

In einem Gastbeitrag für vorwärts.de.fordert Jan Stöß:   „Wenn wir im kommenden Jahr einen Richtungswahlkampf führen wollen, müssen wir die Unterschiede zur Union klar erkennbar machen.“  Dabei sei das künftige  Rentenniveau ein wesentlicher Faktor. Stöß: "Was wir wollen, lässt sich auf eine ganz einfache Formel bringen: Wer sein Leben lang gearbeitet und Rentenbeiträge gezahlt hat, darf im Alter nicht auf Grundsicherung angewiesen sein. Und wer sich einen bescheidenen Lebensstandard erarbeitet hat, darf im Alter keine Angst vor sozialem Abstieg haben. Ein weiteres Absinken des Rentenniveaus müssen wir verhindern! Die Höhe der Rente ist auch eine Frage der Würde und die Legitimität unserer gesetzlichen Rentenversicherung steht auf dem Spiel. Es geht hier ganz konkret um unser Kernanliegen: die soziale Gerechtigkeit." Das Rentenkonzept der SPD, das vom Kanzlerkandidaten Steinbrück unterstützt werde, gehe hier in die richtige Richtung.

Agenturmeldung bei stern.de

Gastbeitrag von Jan Stöß bei vorwaerts.de

Interview bei Inforadio vom 23. November

Jan Stöß im Interview bie radio1   (online bis 30.11.2012)