Arbeitssenatorin Kolat: Berlin zur Hauptstadt der Guten Arbeit machen

Arbeitssenatorin Kolat: "Wert der Arbeit muss erkennbar werden"

 

Berlin soll zur "Hauptstadt der Guten Arbeit" werden. Das ist das Ziel von Arbeitssenatorin Dilek Kolat. „Ich will, dass der Wert der Arbeit für die Menschen in unserer Stadt wieder erkennbar und erfahrbar wird", erklärte sie zum Auftakt einer Konferenz  ihrer Senatsverwaltung in Berlin. "Dabei verfolgen wir mit unserem Programm BerlinArbeit ambitionierte Ziele."

So strebt Arbeitssenatorin Dilek Kolat die Senkung der Arbeitslosigkeit unter die Marke von 200.000 Menschen bis 2014 an. „Wir wollen gleichzeitig die Jugendarbeitslosigkeit, eines der größten Probleme auf dem Berliner Arbeitsmarkt, bis 2016 in einem ersten Schritt unter zehn Prozent senken“. Derzeit liegt diese Quote bei 13 Prozent."
Senatorin Kolat forderte, prekäre Beschäftigungsformen zurückzudrängen. „Es besteht ein starker Zusammenhang zwischen atypischer Beschäftigung einerseits und nicht existenzsichernder Entlohnung und schwierigen Arbeitsbedingungen andererseits. Gute Arbeit heisst für mich auch Sicherheit des Arbeitsplatzes und eine existenzsichernde Entlohnung“.
Dilek Kolat appellierte an die Unternehmen: „Diese sind gefordert, gute Arbeitsbedingungen zu ermöglichen. Davon profitieren die Betriebe genauso wie die Beschäftigten. Der Senat wird seinerseits darauf achten, dass die Regeln auf dem Arbeitsmarkt eingehalten werden. Mit den Sozialpartnern erarbeiten wir derzeit eine Vereinbarung, mit der wir die Tarifautonomie stärken wollen. Und im Bundesrat setzen wir uns für gute Arbeitsbedingungen ein.“
Auf der Konferenz der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen in dieser Woche  ging es um den Austausch zwischen Wissenschaftlern, Politikern und Praktikern aus Verwaltung und Trägern über die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Berlin. Dazu sollen auch die Erfahrungen aus anderen europäischen Ländern genutzt werden.