Swen Schulz: Regierungskoalition verweigert faire Praktika

Swen Schulz: Regierungskoalition verweigert faire Praktika

Der Berliner SPD-Bundestagsabgeordnete Swen Schulz hat  CDU/CSU und FDP vorgeworfen, die Stärkung der Rechte von Praktikantinnen und Praktikanten und damit der jungen Fachkräfte von morgen kategorisch abzulehnen. Die  abschließenden Bundestagsdebatte über den Antrag "Für Fairness beim Berufseinstieg - Rechte der Praktikanten und Praktikantinnen stärken" habe gezeigt, so der stellvertretende bildungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, dass es eine Verbesserung der Situation unter der jetzigen Bundesregierung nicht geben werde.
Schulz: "Die Bedeutung des Themas wurde durch mehrere Petitionen deutlich, die von fast 120.000 Bürgerinnen und Bürgern unterstützt wurden. Diese Stimmen wurden von Anfang an schlicht ignoriert. Ignoriert hat die Regierungskoalition auch die Meinung der Sachverständigen, die sich in einem öffentlichen Fachgespräch mehrheitlich für gesetzliche Klarstellungen ausgesprochen hatten. Mit ihrer Verweigerungstaktik stehen CDU/CSU und FDP ziemlich einsam da. Dabei wäre es so einfach gewesen, durch gesetzliche Änderungen und Klarstellungen die Rechte der Praktikantinnen und Praktikanten zu stärken."
Die SPD werde sich auch weiterhin für eine klarere rechtliche Definition von Praktika als Lernverhältnissen, eine angemessene Vergütung, schriftliche Arbeitsverträge sowie eine Beweislastumkehr im Streitfall einsetzen.