Saleh: "Sicherheit geht vor Schnelligkeit"

Saleh: "Sicherheit geht vor Schnelligkeit"

Als nachvollziehbar hat der SPD-Fraktionsvorsitzende Raed Saleh die Entscheidung bezeichnet, die Eröffnung des neuen Großflughafens BER aus Sicherheitsgründen zu verschieben. "Sicherheit geht vor Schnelligkeit", so Saleh. "Die Besserwisserei der Opposition hilft in dieser schwierigen Situation nicht weiter. Wir gehen davon aus, dass die Flughafengesellschaft die bestehenden Probleme schnell aufarbeitet."

Am Dienstag hatte die Flughafengesellschaft den Landesregierungen von Berlin und Brandenburg mitgeteilt, dass der geplante Eröffnungstermin am 3. Juni nicht einzuhalten ist. Probleme bereiten der Katastrophen- und Brandschutz. Der TÜV kann keine Abnahme vornehmen, da noch nicht alle Anlagen fertiggestellt sind. Flüge werden in den kommenden Wochen weiterhin von Schönefeld und Tegel aus erfolgen. Die Eröffnung des Großflughafens wird nach Angaben von Brandenburgs Verkehrsminister Dietmar Woidke voraussichtlich im August oder September erfolgen.

"Das ist kein guter Tag für den Flughafen und die Bürgerinnen und Bürger unserer Länder", sagte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit. Die Verschiebung sei eine bittere Erkenntnis. Die Verschiebung müsse akzeptiert werden. "Wir können uns seitens der
Gesellschafter nicht über diese Bedenken hinwegsetzen." Es dürfe kein Risiko eingegangen werden. Die Sicherheit der Bürger stehe im Vordergrund, das sei nicht zu erreichen, indem man Geld in die Hand nehme. "Sicherheit hat Vorrang", sagte Klaus Wowereit, der aber vom künftigen Erfolg des Flughafens überzeugt ist: "Er wird trotz der Verschiebung nach wie vor eine Erfolgsgeschichte sein."