Infostele zur Geschichte des Afrikanischen Viertels

Infostele zur Geschichte des Afrikanischen Viertels

Auf einer Informationstafel, die am 8. Juni von der Bezirksverordnetenversammlung
und dem Bezirksamt Mitte enthüllt wird, wird künftig die Geschichte des Afrikanischen Viertels nachzulesen sein. Die Initiative dafür ging von der SPD Mitte aus, in enger Zusammenarbeit mit einem Bündnis postkolonial engagierter Gruppen. 

Das Afrikanische Viertel wird durch die Müller- und Seestraße sowie den Volkspark Rehberge und die Bezirksgrenze zum Bezirk Reinickendorf eingegrenzt. Insgesamt 25 Straßen wurden nach afrikanischen Ländern, Städten und Flüssen, Kolonialstützpunkten und Kolonialherren benannt.
Die planmäßige Anlage des Afrikanischen Viertels begann ab 1899 mit der Kameruner Straße sowie der Togostraße. Die Straßen wurden nicht nur nach ehemaligen deutschen Kolonien benannt.
Die Benennungen erfolgten in der Kaiserzeit (als das Deutsche Reich noch im Besitz eines Teils der Gebiete war), in der Zeit der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus, aber auch noch in den 50er Jahren.
Im Mai vergangenen Jahres hat die Bezirksverordnetenversammlung Mitte beschlossen, das
Afrikanische Viertel zu einem Lern- und Erinnerungsort über die Geschichte des deutschen Kolonialismus, seiner Rezeptionsgeschichte sowie über den Unabhängigkeitskampf der afrikanischen Staaten zu machen.

 

Enthüllung der Infotafel
mit Bezirksbürgermeister Christian Hanke
am 8. Juni 2012 um 17 Uhr
Müllerstraße Ecke Otawistraße