Ausbildungssituation verbessert sich

Ausbildungssituation leicht verbessert

Die Situation im Ausbildungssektor hat sich in Berlin leicht verbessert. im September 2011 gab es rund 1.300 unversorgte Bewerberinnen und Bewerber und knapp 450 freie Ausbildungsplätze. Die Gesamtzahl der neu abgeschlossenen vollbetrieblichen Ausbildungsverträge  stieg von 15.214 im Jahre 2010 auf 15.286 im vergangenen Jahr. Ferner konnten, wie vereinbart, schulische Berufsvorbereitungsmaßnahmen zurückgefahren werden.

„Die Soko Ausbildungsplatzsituation und Fachkräfteentwicklung ist auf einem guten Weg", so  Berlins Regierender Bürgermeister  Klaus Wowereit zu den Ergebnissen der Sonderkommission. "Die Zwischenbilanz zeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit von Senat, Kammern, Verbänden und der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg ist. Gemeinsam können wir jungen Menschen in unserer Stadt gute berufliche Perspektiven in öffentlichen und privaten Betrieben bieten. Das stärkt unser Gemeinwesen und schafft die Grundlagen für eine weitere positive wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt.“

 „Es bleibt die entscheidende Aufgabe der nächsten Jahre", erklärte die Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Dilek Kolat, "unsere Anstrengungen darauf auszurichten, allen jungen Berlinerinnen und Berlinern die Chance auf einen betrieblichen Ausbildungsplatz zu geben. Das schließt ein, noch gezielter für die Chancen einer dualen Berufsausbildung zu werben, um nachhaltig den Bedarf an Fachkräften zu decken. Auch die hohe Zahl von rund 16.000 Altbewerberinnen und Altbewerbern belegt, dass es weiterer intensiver Bemühungen für mehr betriebliche Ausbildungsplätze bedarf. Die guten Wachstumsaussichten der Berliner Unternehmen lassen erwarten, dass die Betriebe deutlich mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen werden. Hier gibt es bereits positive Signale von den Kammern. Nicht zuletzt muss auch der doppelte Abiturientenjahrgang in diesem Jahr berücksichtigt werden. Mehr Schulabgängerinnen und Schulabgänger sind eine große Chance für die Berliner Wirtschaft, ihre eigenen Fachkräfte heranzubilden.“

Eine zentrale Herausforderung bestehe darin, Ausbildungsplatzangebot und -nachfrage besser zusammenzuführen, sodass eine passgenaue Vermittlung in Ausbildung möglich wird. Jugendliche brauchen dabei vor allem eine intensivere Berufsorientierung, um sich auf die Ausbildung vorbereiten und für den richtigen Ausbildungsplatz entscheiden zu können. Die Betriebe sind gefordert, ihre Angebote noch besser darzustellen und auch leistungsschwächeren Jugendlichen Ausbildungschancen zu geben. Hierfür kann auch das betriebsnahe Förderinstrument der Einstiegsqualifizierung genutzt werden.
Senatorin Kolat: „Ausbildung öffnet jungen Menschen nicht nur Wege in die Berufswelt. Sie ist vor allem auch praktizierte Fachkräftesicherung. Unternehmen, die heute ausbilden, haben morgen die Fachkräfte, die sie benötigen, um wettbewerbsfähig und innovativ zu bleiben. Dabei müssen auch, die Jugendlichen eine Chance erhalten, die auf den ersten Blick nicht zu den Starken gehören."

Die Jugendlichen, die noch einen Ausbildungsplatz suchen, sollten alle Möglichkeiten nutzen, um ihren Weg in eine betriebliche Ausbildung zu finden. Dazu zählen die Beratungs- und Vermittlungsleistungen der Arbeitsagenturen, die Veranstaltungen rund um die Tage der Berufsausbildung am 5./6. Juni 2012 und die Lehrstellenbörsen der Kammern.