ASF: Frauen verdienen mehr!

ASF: Frauen verdienen mehr!

Equal Pay Day 2012 Brandenburger Tor
 

Zum "Equal Pay Day" haben die sozialdemokratischen Frauen in Berlin - unterstützt von ihren männlichen Genossen - mit Plakaten, Transparenten und Ballons am Brandenburger Tor auf die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen aufmerksam gemacht. Frauen verdienen in Deutschland im Schnitt 23 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. „Damit muss Schluss sein“, so Eva Högl, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) in Berlin.

 
Equal Pay Day 2012 Brandenburger Tor
 

Am „Gleichbezahltag“ haben Frauen in Deutschland endlich genauso viel Geld in der Tasche wie ihre männlichen Kollegen schon am Ende des Vorjahres. Dieses Lohngefälle von knapp drei Monaten zeigt der heutige Equal Pay Day auf. Also kein Grund zum Feiern. Denn das bedeutet, dass Frauen in unserem Land durchschnittlich 23 Prozent weniger Lohn als Männer verdienen. Damit liegt Deutschland europaweit auf den hintersten Plätzen. Im EU-Durchschnitt verdienen Frauen rund 17 Prozent weniger als Männer.

Klar ist, der Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern ist eine Folge von Diskriminierung: Denn selbst bei gleicher Qualifikation und gleicher Tätigkeit bei gleichem Alter im gleichen Betrieb liegt der Durchschnittslohn von Frauen um etwa acht bis 12 Prozent unter dem der Männer. In Artikel 3 Abs. 2 des Grundgesetzes heißt es: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“

 
Equal Pay Day 2012 Brandenburger Tor
 

Die ASF-Berlin fordert die Bundesregierung auf, endlich einzugreifen und eine gesetzliche Regelung vorzunehmen. Die SPD-Bundestagsfraktion wird noch vor der Sommerpause einen entsprechenden Gesetzentwurf vorlegen. „Wenn die Bundesregierung keine eigenen Ideen zu dem Thema hat, kann sie dem ja zustimmen“, so Eva Högl weiter.

Die Forderungen der SPD stehen fest:

• Gesetz für tatsächliche Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern.
• Gesetzlicher Mindestlohn in Höhe von mindestens 8,50 Euro.
• Reguläre Beschäftigung statt prekäre Beschäftigung, wie Mini-Jobs oder „kleine“ Teilzeit
• Gleichstellungsgesetz für bessere Aufstiegschancen in der Privatwirtschaft
• Gesetzliche Mindestquoten für Aufsichtsräte und Vorstände
• Reform des Bundesgremiengesetzes und die Einbeziehung der Aufsichtsgremien der Sozialversicherungen und anderer Körperschaften des öffentlichen Rechts