„Thierse trifft...“ Klaus Emil Heinrich Zapf

„Thierse trifft...“ Klaus Emil Heinrich Zapf

Wolfgang Thierse trifft am 17. Januar im Rahmen seiner Gesprächsreihe auf den Unternehmer Klaus Emil Heinrich Zapf, dessen blau-gelbe Umzugslaster mittlerweile republikweit bekannt sind.

Der aus dem Badischen stammende Zapf gründete 1975 in West-Berlin die Firma „Zapf Umzüge“. Als Möbelpacker und Umzugshelfer beschäftigte er  Bekannte aus dem linksalternativen Milieu. So schuf er innerhalb weniger Jahre „West-Berlins bestes Umzugskollektiv“. In den 80er und 90er Jahren expandierte Zapf nach Westdeutschland und eröffnete dort nach und nach über ein Dutzend Standorte. Das ehemalige Umzugskollektiv entwickelte sich so zum heute größten Umzugsunternehmen in Europa.

Klaus Zapf, der sich mittlerweile aus der Geschäftsführung zurückgezogen hat, widmete sich in den vergangenen Jahren vor allem seiner neuen Firma Pomoschnik Rabotajet GmbH („Der Helfer arbeitet“): Er investiert in junge Unternehmen, Firmenbeteiligungen und Aktiengesellschaften.

Daneben tritt er als Aktionär großer, börsennotierter Aktiengesellschaften auf und macht auf Hauptversammlungen und vor Gerichten seine Aktionärsrechte geltend. Was Zapf als Kampf für eine verantwortungsvolle Unternehmenspolitik begreift, bezeichnen andere als „Aktionärspiratentum“ und „blühendes Erpressungsgewerbe“. In diesem Zusammenhang wurde Zapf 2010 vom Bundesgerichtshof zu Schadensersatz wegen sittenwidrigen Rechtsmissbrauchs verurteilt.

Wenn der linksalternative Unternehmer und Investor Klaus Zapf zu Gast bei Wolfgang Thierse ist, geht es nicht nur um Umzüge und Investitionen, sondern auch um Konsumwahn und Konsumfreiheit, um soziales Unternehmertum, um Gesellschaftsutopien und die Auswüchse eines entfesselten Finanzkapitalismus.

Dienstag, 17. Januar 2012, um 19.30 Uhr 
Kulturbrauerei, Soda Salon, Eingang Knaakstraße oder Sredzkistraße, 10435  Berlin
Der Eintritt ist wie immer frei!