Swen Schulz: Bafög stärken

Swen Schulz: Bafög stärken

Swen Schulz, Porträt 2009
 

Weitere Verbesserungen beim Bafög hält der hochschulpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Swen Schulz für notwendig. Die Ausbildungsförderung müsse weiter gestärkt werden, damit finanzielle Belastungen nicht abschreckend wirken, sagte der Berliner SPD-Bundestagsabgeordnete anlässlich der  Behandlung des 19. BAföG-Berichts im Bundeskabinett. 

"Immer mehr Menschen entscheiden sich für einen weiteren Bildungsweg und nehmen das BAföG in Anspruch. Das ist eine gute Nachricht. Es zeigt, dass die durch die SPD in der Großen Koalition durchgesetzte 22. BAföG-Novelle nun Früchte trägt und mehr Menschen Schule und Studium ermöglicht", so Swen Schulz. "Studien zeigen, dass die Angst vor Verschuldung groß ist und häufig dazu führt, dass das Studium abgebrochen oder ganz darauf verzichtet wird. Die Menschen brauchen darum weitere Verbesserungen des BAföG. Wir wollen eine kontinuierliche Anpassung der Fördersätze an die Preisentwicklung. Vor allem aber wollen wir mehr Menschen die Chance auf die BAföG-Förderung geben und die Freibeträge deutlich um 10 Prozent erhöhen, damit das "Mittelstandsloch" geschlossen wird."

Die Bundesregierung stehe in der Handlungspflicht - so sie ihr Bekenntnis zum BAföG ernst meine, sagte Schulz. "Sie könnte mit der Wiedereinführung des Teilerlasses beginnen. Im BAföG-Berichts ist festgehalten, dass 2010 immerhin 30.000 Studierende davon profitierten. Es sind aber weitere, auch strukturelle Fortentwicklungen nötig, etwa mit Blick auf die Altersgrenzen, auf Teilzeitstudiengänge und auch auf eine elternunabhängige Förderung. Die Bundesregierung muss nun den Ländern eine Vorschlag für eine große BAföG-Novelle machen."