Dilek Kolat: Für Gleichstellung sorgen

Dilek Kolat: Für Gleichstellung sorgen

Frauen sind nach Ansicht der Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen Dilek Kolat nach wie vor in wichtigen Bereichen des Lebens benachteiligt. Bei einer ersten Zusammenkunft mit den Berliner Frauenvertreterinnen und Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten aus Anlass der Jahrestagung zum Berliner Landesgleichstellungsgesetz (LGG) befürwortete die Senatorin verbindliche gesetzliche Regelungen, die in Anlehnung an das Berliner Landesgleichstellungsgesetz zu mehr Frauen in Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bei börsennotierten Unternehmen führen.

Das Kernproblem der Benachteiligung von Frauen sieht die Frauensenatorin in den ungleichen Chancen im Erwerbsleben. Die geringe Zahl von Frauen in Leitungspositionen zeige das ebenso wie das geschlechtsspezifische Lohngefälle, das in Berlin zur Zeit bei 16 Prozent liegt.

Einen wesentlichen Schwerpunkt ihrer Frauen- und Gleichstellungspolitik sieht die Senatorin darin, das novellierte Landesgleichstellungsgesetz und die dazugehörigen Verordnungen zu nutzen, um insbesondere im öffentlichen Dienst und in den Landesbetrieben für mehr Chancengleichheit zu sorgen. Auf Landesebene will sie in einem ersten Schritt ein Bündnis mit der Berliner Wirtschaft erreichen, in dem sich verantwortungsvolle Unternehmen zur Frauenförderung und gleichen Lohn für gleiche Arbeit vorbildhaft verpflichten. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Fortführung und Weiterentwicklung des gleichstellungspolitischen Rahmenprogramms.