Kolat: "Mehr Spitzen-Frauen für Spitzen-Unternehmen"

Kolat: "Mehr Spitzen-Frauen für Spitzen-Unternehmen"

Das Berliner Landesgleichstellungsgesetz zeigt Wirkung. Das betonte Berlins Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Dilek Kolat bei der Vorlage eines Berichts zur Umsetzung des Gesetzes in den Jahren 2008 bis 2010. Mit einem Frauenanteil von rund 28 % an Professuren hat Berlin seine Spitzenposition im Bundesvergleich verteidigt. Auf gut 42 % hat der Senat die Frauenquote sowohl in den Aufsichtsgremien der Anstalten des öffentlichen Rechts sowie der Unternehmen mit Mehrheitsbeteiligung des Landes erhöht. In der Laufbahngruppe des höheren Dienstes sind heute mehrheitlich Frauen beschäftigt.

Mit dem Landesgleichstellungsgesetz hat sich der Senat verpflichtet, den im Landesdienst beschäftigten Frauen und Männern gleiche berufliche Chancen sowie Teilhabe an Beratungen und Entscheidungen in den Gremien des Landes zu sichern. Seit Inkrafttreten des Gesetzes 1991 ist der Frauenanteil in höheren Positionen und Leitungsfunktionen des Landes kontinuierlich gestiegen.

Trotz der deutlichen Steigerung des Frauenanteils in den Spitzenpositionen des öffentlichen Dienstes besteht nach wie vor Unterrepräsentanz in den Vorstands- und Geschäftsführungspositionen der landeseigenen Unternehmen und Gesellschaften mit Mehrheitsbeteiligung sowie bei Abteilungsleitungen in obersten Landesbehörden. Hier setzen die neuen Regelungen des Landesgleichstellungsgesetzes vom 18. November 2010 an. Sie erhöhen die Transparenz der Besetzungsverfahren und damit die Zugangschancen für Frauen.

Bundesweit könne das Berliner Landesgleichstellungsgesetz Vorbildcharakter haben, so Dilek Kolat."Was Frauen in Führungspositionen angeht, ist Deutschland Entwicklungsland. Da wird auf uns gezeigt, wie grauenvoll das hier ist:"