Hochschulpakt: Bund muss handeln

Hochschulpakt: Bund muss handeln

Die Vorausberechnung der Studienanfängerzahlen 2012-2025 der Kultusministerkonferenz macht nach Ansicht des hochschulpolitischen Sprechers der SPD-Bundestagsfraktion Swen Schulz den dringenden Handlungsbedarf deutlich. "Offiziell bestätigt die Kultusministerkonferenz KMK mit ihrer aktuellen Vorausberechnung, dass die Studienanfängerzahlen in den nächsten Jahren weit über den bisherigen Prognosen liegen werden", so Swen Schulz. "Danach werden im Zeitraum von 2011 bis 2020 rund 749 000 Studienanfängerplätze mehr benötigt als bislang angenommen."

Damit werde die SPD in ihren Forderungen nach Aufstockung und Ergänzung des Hochschulpaktes endgültig bestätigt, erkläte der Berliner SPD-Bundestagsabgeordnete. "Kurzfristige Maßnahmen reichen nicht mehr aus. Es muss eine langfristige Strategie her, um die erfreuliche dynamische Entwicklung der Zahl der Studienanfänger bewältigen zu können.
Das Fördervolumen der laufenden zweite Phase muss umgehend erhöht werden, um die Kapazitäten aufzustocken und den Studierenden auch bis 2015 gleichbleibende Chancen auf einen Studienplatz zu erhalten. Hierzu gehört als Erstes die Finanzierung zusätzlicher Studienanfängerplätze. Zweitens muss die Einrichtung von Masterstudienplätzen gefördert werden. Drittens muss mehr in die Beratung und Betreuung der Studierenden investiert werden."

Den Hochschulpakt bezeichente Schulz als richtig. Aber an vielen Stellen zeigten sich Mängel, die sich in den nächsten Jahren verschärfen werden. "Wir fordern Bundesministerin Schavan auf, endlich die Initiative zu ergreifen und die Länder dabei zu unterstützen, die Herausforderungen anzunehmen."