23. Februar, 12 Uhr: Aufruf zur Schweigeminute

23. Februar, 12 Uhr: Aufruf zur Schweigeminute

Klaus Wowereit hat zur Beteiligung an der Schweigeminute aufgerufen, mit der am 23. Februar 2012 um 12.00 Uhr der Opfer rechtsextremistischer Gewalt gedacht werden soll. Der Regierende Bürgermeister hat den gemeinsamen  Aufruf des Deutschem Gewerkschaftsbunds (DGB) und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) unterzeichnet, für eine bundesweite Schweigeminute in der Arbeit inne zu halten.  Den Berliner Senatsverwaltungen, öffentlichen Betrieben und auch den Schulen hat  der Senat empfohlen, sich an der Aktion zu beteiligen, die sich zeitlich direkt an die offizielle zentrale Gedenkfeier für die Opfer der erst jetzt aufgedeckten Neonazi-Morde anschließt, an der der Regierende Bürgermeister teilnimmt.

„Es geht darum, ein klares Zeichen gegen menschenverachtende rechtsextreme Gewalt zu setzen", sagte Klaus Wowereit. "Dass in unserem Land ein neuer Rechtsterrorismus entstehen konnte, der immer wieder zu kaltblütigen Morden führte, erschien uns noch bis vor kurzem undenkbar. Umso wichtiger ist es jetzt, bundesweit zu zeigen, dass dieser Rechtsterrorismus und sein gesamtes rechtsradikales Umfeld in der Bevölkerung keinen Rückhalt haben. Ich unterstütze den Aufruf von DGB und BDA, damit dies auch in der Hauptstadt Berlin deutlich wird. Berlin ist eine Stadt der Toleranz und Weltoffenheit. Hier haben Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit, Homophobie und Antisemitismus nichts zu suchen. Ich rufe alle Berlinerinnen und Berliner dazu auf, sich morgen an der Schweigeminute zu beteiligen.“

Auch die Berliner Verkehrsbetriebe werden sich an der Schweigeminute beteiligen. Busse und Straßenbahnen fahren dazu an die Haltestellen, U-Bahnen warten die Gedenkminute im Bahnhof ab. Lautsprecherdurchsagen und Hinweise auf den elektronischen Fahrtzielanzeigern werden die Fahrgäste informieren.