Scheeres: "Fördergelder für Kitaausbau gerecht verteilen"

Scheeres: "Fördergelder für Kitaausbau gerecht verteilen"

 

Als "inakzeptabel" hat Berlins  Bildungssenatorin Sandra Scheeres die Ankündigung von Bundesministerin Kristina Schröder bezeichnet, Fördergelder des Bundes vorrangig an die Bundesländer zu verteilen, die sich bisher zu wenig um den Ausbau gekümmert haben. "Damit werden die Länder bestraft, die in den letzten Jahren mit großer Kraftanstrengung und viel eigenen Mitteln neue Plätze geschaffen haben. Es besteht die Gefahr, dass die bereitgestellten Gelder zu einer Passivitätsprämie verkommen“, sagte Scheeres.
Bildungssenatorin Scheeres verwies auf den im Juni beschlossenen Berliner Doppelhaushalt. 2012/2013, mit dem  20 Millionen Euro Landesmittel für den weiteren Ausbau bereitgestellt werden. "Damit haben wir das Landesprogramm „Auf die Plätze, Kitas, los!“ initiiert und zeigen, dass wir unsere Verantwortung wahrnehmen. Gerade für Berlin ist das angesichts der Finanzlage ein großer Kraftakt.“
Auch die Bundesländer, die beim Schaffen von Kitaplätzen vorn liegen und eine hohe Versorgungsquote haben, sind zukünftig gefordert, so die Senatorin. „Wir wollen das Angebot weiter verbessern und gehen davon aus, dass 2015 bis zu 70 Prozent aller Kinder im Alter von 1-3 in Berlin in die Kita gehen werden. Bisher sind es 63 Prozent. Diesen Weg voran zu gehen, ist für die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie aus bildungspolitischen Gründen notwendig. Schließlich sind Kitas Bildungseinrichtungen, in denen das Fundament für die weitere Entwicklung der Kinder gelegt wird.“
Scheeres: „Die Bundesministerin zeigt mit ihren Äußerungen erneut, dass ihr der Kompass in der wichtigen Frage des Kitaausbaus fehlt. Sie sollte sich endlich von der „Herdprämie“ verabschieden und das eingesparte Geld gerecht für die Finanzierung neuer Kitaplätze einsetzen.“