Jan Stöß und Andrea Nahles besuchen SPD-Büros

Jan Stöß und Andrea Nahles besuchen SPD-Büros

Andrea Nahles und Jan Stöß in der AnsprechBAR in Treptow-Köpenick

Andrea Nahles und Jan Stöß in der AnsprechBAR in Treptow-Köpenick

 

In den vergangenen Tag wurde viel darüber berichtet: Seit Anfang August sieht sich die Berliner SPD vermehrt Anschlägen gegenüber Personen und Einrichtungen der Sozialdemokratie ausgesetzt. Jan Stöß und Andrea Nahles besuchten zwei der betroffenen SPD-Büros.

Begann die Anschlagsserie mit der Zerstörung des Briefkastens eines Genossen, endete sie vorerst mit Farbanschlägen auf drei SPD-Büros in Tempelhof-Schöneberg, Lichtenberg und Neukölln. Mittlerweile ist auch von einem weiteren Anschlag auf ein Privathaus in Berlin-Rudow auszugehen. Aufgrund der Massivität der Ereignisse besuchten am heutigen Donnerstag, dem 30. August, Andrea Nahles, Generalsekretärin der SPD und Jan Stöß, Vorsitzender der Berliner SPD, das Bürgerbüro am Herrfurthplatz in Neukölln sowie die AnsprechBAR der Jusos in Treptow Köpenick.

In Neukölln begrüßten der Abgeordnete im Berliner Abgeordnetenhaus Erol Özkaraca und vor Ort aktive Genossinnen und Genossen die beide Gäste. Sie berichteten vom Entdecken der Schmierereien vor der Eingangstür und erzählten von der zunehmenden Bedrohung durch Rechtsextremisten. Jan Stöß zum Schriftzug vor dem SPD-Bürgerbüro: „ Die Parole legt erst einmal einen rechtsextremen Hintergrund nahe. Damit reiht sich dieser Vorfall in die immer länger werdende Reihe von bedrohlichen Angriffen ein. Wir nehmen das sehr persönlich. Für mich ist das eine wirkliche Eskalation in der dauerhaften Auseinandersetzung mit diesen Anti-Demokraten.“ Auch Andrea Nahles zeigte sich betroffen und berichtete von Vorfällen in ihrem Wahlkreis. Sie versprach, das Thema mit in die Parteivorstandssitzung am 10. September zu nehmen und von ihren hier gewonnenen Eindrücken zu berichten.

Nach Neukölln ging es in den Nachbarbezirk Treptow-Köpenick. Dieser ist nicht nur durch den Sitz der NPD-Parteizentrale stark mit der Präsenz Rechtsextremer konfrontiert. Die AnsprechBAR, die Jan Stöß und Andrea Nahles besuchten, wurde bereits zum zweiten Mal durch Steine und Eisenstangen zerstört. Lars Düsterhöft, der sich wie viele andere Genossinnen und Genossen im Bezirk engagiert, berichtete zunächst von den Angeboten, die es in der AnsprechBAR auf Basis ehrenamtlicher Arbeit gibt. So werden z.B. Nachhilfeunterricht und Bürgerstunden angeboten. Das Büro stünde jedem Interessierten offen. „Doch“, so Düsterhöft, „die kaputten Fensterscheiben würden viele davon abhalten, reinzuschauen. Die Menschen haben Angst. Wir lassen uns davon nicht abschrecken, doch unsere Arbeit wird dadurch auch erschwert.“

Jan Stöß versprach, dass das Thema ab sofort höchste Priorität im Landesverband und den Gremien der Berliner SPD hat und man diese Angriffe sehr ernst nimmt. „Wir werden hier mit Nachdruck dran bleiben und euch nicht alleine lassen“, so Stöß beim Abschied.