Dilek Kolat: "Jetzt Ausbildung anbieten!"

Dilek Kolat: "Jetzt Ausbildung anbieten!"

 

Arbeitssenatorin Dilek Kolat hat die Betriebe der Stadt dazu aufgerufen, jungen Berlinerinnen und Berlinern die Chance auf einen betrieblichen Ausbildungsplatz zu geben: „Wer heute ausbildet, hat morgen die benötigten Fachkräfte.“ Ziel des Berliner Senats sei es, dass für jeden Jugendlichen, der eine Lehre machen will, ein Ausbildungsangebot vorhanden ist.

„Die noch nicht vermittelten Jugendlichen brauchen jetzt einen Ausbildungsvertrag", sagte die Arbeitssenatorin. "Wir können nicht darauf warten, dass im Oktober die Nachvermittlung beginnt. Deshalb sind Unternehmen und Jugendliche gefordert, in den nächsten Wochen aktiv zu bleiben, damit möglichst alle Stellen besetzt werden können.“ Jugendlichen empfiehlt Kolat, sich auch für offene Ausbildungsplätze zu interessieren, die nicht dem Erstwunsch entsprechen. Sie verwies dazu auf das Beratungs- und Vermittlungsangebot der Arbeitsagenturen und der Kammern. Die Betriebe fordert sie auf, "nicht so streng auf die Noten" zu achten und allen Jugendlichen die Tür zu einer Ausbildung zu öffnen.

Anfang August waren noch immer 7600 Jugendliche unversorgt, während gleichzeitig etwa 4800 Ausbildungsplätze unbesetzt waren. Angesichts des doppelten Abiturjahrgangs hatte die Wirtschaft rund 1300 zusätzliche Ausbildungsplätze angeboten. Dilek Kolat wies aber darauf hin, dass auch für die rund 16.000 Altbewerberinnen und -bewerber eine Ausbildung gefunden werden müsse.