Neue Arbeitsgemeinschaft "Selbst Aktiv" gründet sich

Neue Arbeitsgemeinschaft "Selbst Aktiv" gründet sich

Die Berliner SPD bekommt eine neue Arbeitsgemeinschaft. Am 2. Mai treffen sich die Mitglieder des bisherigen Netzwerks „Selbst Aktiv“ zur Gründungsversammlung. Die künftige Arbeitsgemeinschaft ist offen für alle, die mitwirken wollen.
Etwas mehr als zehn Jahre nach dem Entstehen von „Selbst Aktiv - Netzwerk behinderter Menschen in der SPD“ erfolge durch den Beschluss des Bundesparteitages vom 4.12.2011 auch eine Anerkennung der bisher geleisteten Arbeit, so Karin Sarantis-Aridas, langjährige Sprecherin der Berliner Regionalgruppe und stellvertretende Bundessprecherin. „Es ist uns gelungen, die selbstbestimmte Teilhabe behinderter Menschen stärker in das gesellschaftliche Bewusstsein auch innerhalb unserer Partei zu rücken“, sagt sie. Die Arbeit werde stärker als früher als Querschnittsaufgabe anerkannt.
In den zurückliegenden Jahren wurden die Kontakte zu Verbänden und Organisationen weiter gefestigt. An den regelmäßigen Treffen, die barrierefrei im Haus der Arbeiterwohlfahrt stattfanden, nahmen auch immer Betroffene oder Verbandsvertreter teil, die nicht (oder noch nicht) Mitglied der SPD sind.
Die Berliner Regionalgruppe wirkte an der Erarbeitung des Wahlprogramms zur Abgeordnetenhauswahl mit, sie führte in Lichtenberg ein gut besuchtes Forum zu den Perspektiven der Berliner Behindertenpolitik durch. Eine enge Zusammenarbeit gab es mit Mitgliedern des Abgeordnetenhauses und der Bundestagsfraktion. „Dazu kam die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Landesbehindertenbeauftragten Martin Marquard, seinem Nachfolger Dr. Jürgen Schneider und dem Vorsitzenden des Landesbehindertenbeirates Hartwig Eisel, der Mitglied von Selbst Aktiv ist“, so Karin Sarantis-Aridas. Wichtige Themen waren die Senatsberichte zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, die Situation der Integrationsfachdienste, die Möglichkeiten inklusiver Bildung in der Sekundarschule sowie das vom Senat vorgelegte Gesamtkonzept „Inklusive Schule“.
Die neue Struktur gibt dem Vorstand künftig die Möglichkeit, beratend an den Landesparteitagen teilzunehmen.

Die Gründungsversammlung findet am Mittwoch, den 2. Mai, um 16.30 Uhr im AWO Landesvorstand, Blücherstr. 62, 10961 Berlin (Erdgeschoss) statt.