Kundgebung

Für klare Verhältnisse - Die Kundgebung zur Wahl

Klaus Wowereit schafft es immer wieder, auch den erfahrenen Bundespolitiker und SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel zu überraschen. Der unerwartete Besuch des US-Schauspielers Larry Hagman auf der Kundgebung der Berliner SPD auf dem Potsdamer Platz war ein solcher Moment. Zusammen mit dem SPD-Landesvorsitzenden Michael Müller, der stellvertretenden SPD-Vorsitzenden Manuela Schwesig und dem DGB-Vorsitzenden Michael Sommer war Sigmar Gabriel auf den Potsdamer Platz gekommen und streifte in seiner pointierten Rede vor rund 6000 Zuhörerinnen und Zuhörern die aktuelle europapolitische Debatte und die damit zusammenhängende Verfassung der schwarz-gelben Bundesregierung. Den Auftakt für einen Regierungswechsel im Bund müssten aber gute SPD-Ergebnisse in den Ländern machen und so nahm es nicht Wunder, dass Sigmar Gabriel auf die politischen Erfolge des von Klaus Wowereit geführten Senats verwies und Klaus Wowereit für Sonntag eine Fortsetzung seiner erfolgreichen Arbeit wünschte.

Der Regierende Bürgermeister selbst dankte Gabriel für dessen Engagement im Berliner Wahlkampf. Klaus Wowereit spannte in seiner Rede einen Bogen von den Erfolgen der vergangenen fünf Jahre wie dem Ausbau der Kita-Betreuung oder der Schaffung von rund 120.000 neuen Arbeitsplätzen hin zu den infrastrukturellen Zukunftsprojekten. "Baustellen gefallen nicht jedem", so Klaus Wowereit, für die Zukunft der Stadt seien Projekte wie der Weiterbau der Stadtautobahn oder der Bau des neuen Großflughafens "Willy Brandt" in Schönefeld jedoch unverzichtbar.

"Am Sonntag nicht mit der Stimme spielen", diese Warnung hatte schon SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzender Michael Müller ausgesprochen. Klaus Wowereit bekräftigte die Aufforderung, am Sonntag alle 3 Stimmen der SPD zugeben mit Blick auf die politische Konkurrenz. Nur die SPD habe die gesamte Stadt im Blick und stehe für eine Politik, in der der Osten nicht gegen den Westen ausgespielt werde. Es gäbe in der Stadt zudem politische Kräfte, die für eine Klientel Politik mache, die gegen die von der SPD durchgesetzen drei kostenfreien Kita-Jahre seien. Die SPD steht aber von jeher dafür, dass Bildung nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen darf, so Wowereit weiter. Die SPD in Berlin werde in Berlin auch in den kommenden fünf Jahren eine Politik fortsetzen, die auf den Fortschritt in der Stadt setzt. Touristen und ein lebenswertes Wohnumfeld für die Berlinerinnen und Berliner seien dabei keine Gegensätze.

"Am Sonntag alle drei Stimmen für die SPD" mit dieser eindringlichen Botschaft beendete Klaus Wowereit unter anhaltendem Beifall seine Rede auf dem Potsdamer Platz.