Eva Högl: Falsches Signal in der Frauenpolitik

Eva Högl: Falsches Signal in der Frauenpolitik

Die SPD-Bundestagsfraktion hat  die Ablehnung des Gesetzesentwurfs von Nordrhein-Westfalen zur Einfuehrung quotierter Aufsichtsräte durch den Bundesrat. ausdrücklich bedauert. Dies sei ein falsches Signal für eine moderne Frauenpolitik, sagte die Berliner SPD-Bundestagsabgeordnete und zuständige Berichterstatterin der SPD-Bundestagsfraktion Eva Högl.

"Wir unterstützen eine verbindliche Quotenregelung für die
Besetzung der obersten Führungsgremien großer deutscher
Unternehmen", so Eva Högl. "Das Prinzip der Selbstverpflichtung der Wirtschaft zur Frauenförderung in den Leitungsetagen hat in den
vergangenen zehn Jahren nicht gegriffen. Es ist nicht länger
hinnehmbar, dass Bundesfrauenministerin Schroeder sich vor der
Festlegung verbindlicher Vorgaben scheut und auf die leicht
zunehmende Anzahl der Frauen in Aufsichtsräten und Vorständen
verweist."

Die Europäische Kommission habe festgestellt, dass bei
Zugrundelegung dieser Wachstumsrate eine geschlechtergerechte
Besetzung in den Führungsgremien deutscher Unternehmen erst in
50 Jahren erreicht werden würde - und damit 100 Jahre, nachdem
unsere Verfassung die tatsächliche Gleichberechtigung zwischen
Männern und Frauen festgelegt hat, so die SPD-Bundestagsabgeordnete.  "Das waere ein Skandal. Die SPD-Bundestagsfraktion hat im Februar 2011 die Bundesregierung aufgefordert, ein Gesetz vorzulegen, das verbindliche Quoten für Aufsichtsräte und Vorstände in börsennotierten und mitbestimmten Unternehmen festlegt. Leider ist bisher gar nichts geschehen."