„Thierse trifft…“ Sten Nadoln

„Thierse trifft…“ Sten Nadolny

Wolfgang Thierse wird am 21. Juni bei seiner Abendversanstaltung „Thierse trifft …“ den Schriftsteller Sten Nadolny zu Gast haben.

Nadolny wuchs in Oberbayern auf. Nach dem Abitur in Traunstein studierte er in München sowie in Göttingen, Tübingen und Berlin Geschichte und Politikwissenschadft.1976 promovierte er an der FU Berlin zum Thema Abrüstungsdiplomatie 1932/1933. Sein Großvater Rudolf Nadfolny leitete 1932/1933 die deutsche Delegation auf der Genfer Abrüstungskonferenz des Völkerbunds.
Der in Berlin lebende Schriftsteller war zuvor auch schon als Aufnahmeleiter im Filmgeschäft und als Geschichtslehrer tätig.
1981 erschien mit „Netzkarte“ sein erster Roman, der auf Grundlage des Drehbuchs eines gleichnamigen Filmprojekts entstand, das nie realisiert wurde. Protagonist des Buchs ist der 30-jährige Studienreferendar Ole Reuter, der eine einmonatige Reise mit der Bahn unternimmt.
Sten Nadolnys bekanntestes Werk „Die Entdeckung der Langsamkeit“ erschien zwei Jahre später, nachdem das fünfte Kapitel mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet worden war. Das Buch beschreibt, angelehnt an das Leben des Polarforschers John Franklin den Werdegang eines Menschen, der scheinbar durch eine geistige Behinderung langsamer ist als der Rest der Welt und trotz oder wegen seiner Langsamkeit seinen Weg geht und ein berühmter Kapitän und Entdecker wird.
1990 hielt Nadolny an der Münchner Universität die Münchner Poetikvorlesungen. Die inzwischen gealterte Hauptfigur von Netzkarte ließ der Autor 1999 in Er oder ich wiederauferstehen.

21. Juni 2011, 19.30 Uhr / Einlass ab 19 Uhr
Soda-Salon in der Kulturbrauerei Prenzlauer Berg (Eingang über Knaackstr. oder Sredzkistr.)
Der Eintritt ist wie immer frei.

 

Unsere Webseiten verwenden Cookies zur Verbesserung der Bedienung und des Angebots sowie zur Auswertung von Webseitenbesuchen. Einzelheiten über die von uns eingesetzten Cookies und die Möglichkeit diese abzulehnen, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.