Christian Gaebler: Trauer um Kardinal Sterzinsky

Christian Gaebler: Trauer um Kardinal Sterzinsky

„Mit tiefer Trauer nehmen wir Abschied von Kardinal Sterzinsky. Er hat immer aufrecht für seinen Glauben und die Werte der Kirche gestanden, ob in DDR-Zeiten oder nach der Wende im wiedervereinigten Deutschland", erklärte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion des Abgeordnetenhauses und Sprecher des Arbeitskreises Christinnen und Christen in der SPD Berlin, Christian Gaebler.

Sterzinskys besonderes Engagement galt der Sicht auf die und den Einzelnen, unter anderem in der Migrations- und Asylpolitik, aber auch zum Beispiel bei seinen Weihnachtsbesuchen in Krankenhäusern, sagte Gaebler. "Berlin verliert mit ihm einen engagierten Christen, der sich hart in der Sache, aber verbindlich im Umgang für die Menschen eingesetzt hat."

Sigmar Gabriel würdigt Sterzinsky

 

Zum Tode von Kardinal Georg Sterzinsky kondolierte der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Sigmar Gabriel dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz Erzbischof Dr. Robert Zollitsch und dem Diözesanadministrator Weihbischof Dr. Matthias Heinrich. In seinem Schreiben betonte Gabriel: "Mit ihm verliert die Katholische Kirche einen weithin geachteten und geschätzten Repräsentanten, dessen Stimme über das Erzbistum Berlin hinaus gehört wurde und stets Beachtung fand.
Als Erzbischof von Berlin hat er Brücken geschlagen zwischen Menschen in Ost und West. Aus seinen Erfahrungen als Theologe und Seelsorger in der DDR gestaltete er die deutsche Wiedervereinigung aktiv mit. Das gute Verhältnis zu unseren polnischen Nachbarn lag ihm sehr am Herzen. Hier hat sein Wirken bleibende Spuren im Bewusstsein in Polen und bei uns hinterlassen."

Der Verstorbene habe sich sehr für Familien eingesetzt und für die Integration von Migrantinnen und Migranten, so Gabriel. "In besonderer Weise stand er mit offenem Ohr und helfender Hand für illegale hier lebende Flüchtlinge und einem offenen Wort für ihre Rechte ein. Ebenso entschieden trat Kardinal Sterzinsky auch in Debatten um das Verhältnis von Religion und Staat oder um den Religionsunterricht auf."

Bei aller Klarheit und Deutlichkeit seiner Botschaften an die Politik habe er stets darauf geachtet, nicht auf Konfrontation, sondern sachlich und konstruktiv auf eine Lösung hinzuwirken. "Damit hat er seinen Worten Gewicht verliehen und sich auch durch persönliches Handeln große Achtung und Anerkennung erworben", schrieb Gabriel.

 

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