Brandanschlag auf Falken-Einrichtung verurteilt

Brandanschlag auf Falken-Einrichtung verurteilt

2011 Brandanschlag auf Falken-Einrichtung
 

Der Brandanschlag auf die Falkeneinrichtung Anton-Schmaus-Haus in Neukölln, der in der Nacht vom 26. auf den 27. Juni verübt worden ist, ist von der SPD und den demokratischen Jugendverbänden verurteilt worden. Michael Müller, Landes- und Fraktionsvorsitzender der Berliner SPD: „Wo sonst Kinder und Jugendliche ihre Freizeit verbringen, politisch diskutieren, Spaß haben und kreativ sein können, hat es in der Nacht gebrannt: Durch einen Brandanschlag – so viel ist schon klar – ist nicht nur das gesamte Anton-Schmaus-Haus für die Kinder- und Jugendarbeit vorerst unbenutzbar geworden, Fassade und Einrichtung sind völlig ausgebrannt."

Müller verwies auf die Ermittliungen des Landeskriminalamts.  Von einem politischen Hintergrund wird ausgegangen. Immer wieder sei das Haus in der Vergangenheit Ziel rechtsextremer Attacken geworden. "Das Haus wurde von rechtsradikalen Gruppen offen als Anschlagsziel dargestellt", so Müller. "Der Brandanschlag jetzt ist an Feigheit und Niederträchtigkeit nicht zu überbieten. Die SPD Berlin ist entsetzt und verurteilt diesen unfassbaren Anschlag auf das Schärfste. Wir stehen solidarisch zu den Falken und fordern alle Demokratinnen und Demokraten auf, ebenfalls ein Zeichen gegen diesen erschreckenden Ausbruch der Gewalt zu setzen. Den Gewalttätern vom rechten Rand dürfen wir keinen Quadratzentimeter unserer Stadt überlassen, deshalb müssen alle demokratischen Kräfte Seit an Seit stehen, um unsere freiheitliche Grundordnung mit Wort und Gesetz zu verteidigen. Wir sagen deutlich: Unsere Demokratie ist stärker als rechte Brandstifter.“

Neuköllner SPD verurteilt Brandanschlag

„Die Neuköllner SPD verurteilt den Brandanschlag auf das Schärfste und steht solidarisch an der Seite der Neuköllner Falken“, sagte der Vorsitzende der Neuköllner SPD, Dr. Fritz Felgentreu. „Wir Demokratinnen und Demokraten lassen nicht zu, dass die vielfältigen zivilgesellschaftlichen Aktivitäten gegen radikale Ideologien geschwächt werden. Politisch motivierte Gewalt hat in unserer Gesellschaft keinen Platz.“

 
2011 Brandanschlag auf Falken-Einrichtung
 

Landesjugendring: Rechtsextreme Gewalt gegen demokratische Jugendverbände  zügig aufklären

Die Kinder- und Jugendeinrichtung der SJD – Die Falken ist bereits mehrfach Ziel rechtsextremistisch motivierter Gewalttaten geworden. Zuletzt war es auf einschlägigen Neonaziseiten ausdrücklich als Angriffsziel deklariert worden, weshalb es als sehr wahrscheinlich gilt, dass der Brandanschlag von Neonazis verübt worden ist. In derselben Nacht sind zudem weitere Anschläge auf mindestens fünf Einrichtungen aus dem linken Spektrum verübt worden – so auch auf die Brandenburger Falkeneinrichtung „Pavillon“ in Rheinsberg, die verwüstet und mit rechtsextremen Parolen beschmiert worden ist.

„Wir haben Glück im Unglück“, so die Landesvorsitzende der Falken, Josephin Tischner. „Am Tag zuvor hat eine Kindergruppe im Haus übernachtet. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn der Brandanschlag in dieser Nacht verübt worden wäre. Da hätte es schnell Verletzte oder sogar Tote geben können.“

Das Anton-Schmaus-Haus kann bis auf Weiteres nicht genutzt werden. Die Kinder- und Jugendgruppen müssen ihre Arbeit an anderen Orten fortsetzen. Der Sachschaden beträgt mehrere zehntausend Euro.

Der Landesjugendring Berlin e.V. verurteilte den Anschlag auf den demokratischen Jugendverband aufs Schärfste und drückte sein Entsetzen darüber aus, dass die Gefährdung von Menschenleben von den Tätern offenbar billigend in Kauf genommen wurde. Der Landesjugendring Berlin wies zudem die Darstellung in einigen Medien zurück, hier gingen „Extremisten aufeinander los“ Die Falken setzen sich seit ihrem Bestehen aktiv gegen faschistische Bestrebungen ein. Im Nationalsozialismus wurden sie als Organisation verboten und ihre Mitglieder verfolgt. Die Bekämpfung von Neofaschismus ist auch heute noch eines der wichtigsten Elemente des demokratischen Verbandes mit dem Ziel einer freien und gerechten Gesellschaft.

Fotos: Schmidt

 

Spendenaufruf

Zum Beginn des Sommerferienprogramms und drei Wochen vor dem großen Zeltlager in Dänemark stehen die Falken vor einer existenziellen Bedrohung. Spiele und Bastelmaterial, Zelte und Technik sind beschädigt und zum großen Teil unbrauchbar.

In einem gemeinsamen Aufruf (PDF-Dokument, 84.9 KB) haben der SPD-Vorsitzende Michael Müller, Walter Momper und der Neuköllner SPD-Vorsitzende Fritz Felgentreu dazu aufgerufen, die Falkenarbeit mit Spenden zu unterstützen.  Um den Falken ein Weiterarbeiten und die Durchführung des Zeltlagers zu ermöglichen, benötigen sie eine finanzielle Soforthilfe, denn auch die Feuerversicherung wird nur einen Teil des Schadens erstatten. Vieles, was in Eigenarbeit entstanden ist, wird nicht ersetzt.

Spendenkonto:

SJD-Die Falken KV Neukölln
Konto-Nr.: 56 07 91 06
BLZ: 100 100 10, Postbank Berlin
Zweck: SPD Solidarität (wer eine Spendenquittung benötigt, bitte im Zweck vermerken).

 

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