Studie bescheinigt Berlin hohen Kita-Standard

Studie bescheinigt Berlin hohen Kita-Standard

Berlins überdurchschnittliche Anstrengungen im Bereich der frühkindlichen Bildung sind erneut in einer unabhängigen Studie gewürdigt worden. Bei den Pro-Kind-Ausgaben liegt Berlin bundesweit an der Spitze, 2008 hatte Berlin mit 4.145 Euro pro unter 6-jährigem Kind die höchsten Ausgaben aller Länder; sie liegen um 1.367 Euro über den durchschnittlichen Ausgaben in Deutschland.

In Berlin wird jedem Kind über 3 Jahre bedarfsunabhängig und gebührenfrei eine Betreuung im Umfang von 5 bis 7 Stunden täglich angeboten. Die Bertelsmann Stiftung kommt in ihrem jetzt vorgelegten Ländervergleich 2011 zu dem Schluss, dass Berlin mit den ostdeutschen Bundesländern zur Spitzengruppe bei den Ganztagsangeboten für die über Dreijährigen gehört.

Nach Ansicht von Bildungs- und Jugendsenator Jürgen Zöllner verdeutlicht der Ländervergleich eindrucksvoll, dass die Kindertagesbetreuung in Berlin allen Kindern grundsätzlich gleiche Bildungschancen bietet. Berlin gelingt die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund in Kindertagesbetreuung besser als anderen Bundesländern.

Im Bundesdurchschnitt liegt nach den Angaben der Bertelsmann Stiftung der Anteil der Kinder über 3 Jahren, die einen Migrationshintergrund haben und mehr als 7 Stunden täglich (ganztags) in einer Kindertageseinrichtung betreut werden, bei 34,5 %, in Berlin hingegen bei 41 %.

Insgesamt nutzen rund 87 % der 3- bis unter 6jährigen Kinder mit Migrationshintergrund in Berlin eine Kita oder Kindertagespflege.
Unabhängig vom Migrationshintergrund sind 94,6 % der Kinder dieser Altersgruppe mit einem Platz in der Kindertagesbetreuung versorgt.
Der Berliner Senat unternimmt seit Jahren umfassende Anstrengungen, um die Bildungsbeteiligung von Kindern nichtdeutscher Herkunftssprache in der Kindertagesbetreuung zu erhöhen. Besondere Schwerpunkte sind dabei die frühzeitige Sprachentwicklung und Sprachförderung. Die Ergebnisse der jährlichen Einschulungsuntersuchungen und Sprachstandsfeststellungen belegen, dass der Kita-Besuch die kindliche Entwicklung fördert: Je länger Kinder die Kita besuchen, desto besser verläuft deren Entwicklung.
Werbung für einen frühen und regelmäßigen Kita-Besuch, Elterninformationen in mehreren Sprachen sowie die interkulturelle Öffnung der Kitas selbst führen dazu, dass die Anzahl der Kinder mit Migrationshintergrund in Kitas kontinuierlich gewachsen ist. Waren 2008 insgesamt 38.513 Kinder mit Migrationshintergrund in einer Kita, so waren es 2010 bereits 41.313.

 

Sandra Scheeres: Betreuungszeit wird weiter ausgebaut


„Die Studie bescheinigt der Berliner Kitapolitik, dass wir im bundesdeutschen Vergleich im
Spitzenfeld liegen und auch mit unseren Maßnahmen weiter auf dem richtigen Weg sind", so die Bewertung von Sandra Scheeres, jugend- und familienpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. "Besonderes Augenmerk legt die Studie auf die Länge der Betreuungszeit in den Kitas. In
Berlin bauen wir diese weiter aus. Obwohl diese Maßnahmen noch nicht vollständig in die
Ergebnisse des Bertelsmann-Ländervergleichs eingegangen sind, liegt Berlin schon jetzt
deutlich über dem Bundesdurchschnitt."

So haben ab diesem Jahr die Kinder in den letzten beiden Jahren vor der Einschulung
einen Rechtsanspruch auf eine Betreuungszeit ohne Bedarfsprüfung von nicht mehr 5,
sondern jetzt 7 Stunden täglich. Ab 2013 wird dieser Anspruch sogar auf das drittletzte
Kitajahr vor der Einschulung ausgeweitet. Darüber hinaus will die SPD zukünftig die
Bedarfsprüfung in der Kita vollständig abschaffen, so dass jedes Kind sogar 9 Stunden
täglich in die Kita gehen kann. Ab 2013 ist ein Rechtsanspruch für einen Ganztagsplatz
vorgesehen.
Sandra Scheeres: "Kinder, die in ihrer sprachlichen Entwicklung Defizite haben und gefördert werden müssen, haben ab 2011 bereits ab dem 2. Lebensjahr ebenfalls einen Rechtsanspruch auf eine Betreuungszeit von 7 Stunden täglich. Hinzu kommt, dass wir in Berlin für alle drei Kitajahre vor der Einschulung die Beitragsfreiheit eingeführt haben. Damit nehmen wir die finanziellen Hürden für einen Kitabesuch. Auch die Personalausstattung verbessern wir für die Steigerung der Qualität unserer Kitas. Denn Kitazeit ist Bildungszeit und diese Aufgabe nehmen wir in Berlin sehr ernst.“

 

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