Schulz: "Hochschulpakt Plus" nötiger denn je

Schulz: "Hochschulpakt-Plus" nötiger denn je

Swen Schulz, Porträt 2009
 

Mit einem "Hochschulpakt-Plus" will die SPD-Bundestagsfraktion für ausreichend Studienplätze sorgen und den Fachkräftemangel bekämpfen. Bundesministerin Schavan schaue tatenlos zu, während die deutschen Hochschulen aus allen Nähten zu platzen drohen und Deutschland Fachkräfte anwerben müsse, so der Vorwurf des Berliner SPD-Bundestagsabgeordneten und stellvertretenden bildungspolitischen Sprechers der SPD-Bundestagsfraktion, Swen Schulz.
"Der Fachkräftemangel ist in vielen Sektoren bereits da", erklärte Schulz. "Zeitgleich sind die Hochschulen nicht vorbereitet auf die erwartete Rekordnachfrage nach Studienplätzen. Schavan musste ein neues und modernes Zulassungsverfahren erneut verschieben, so dass es genau dann, wenn es am nötigsten gebraucht wird, nicht zur Verfügung steht. Und es ist offensichtlich, dass der Hochschulpakt von Bund und Ländern für diese Nachfrage viel zu gering bemessen ist. Aber Schavan will erst einmal abwarten, wohl bis das Chaos da ist."
Für die SPD sei klar, dass Studienbewerber oder -bewerberinnen in diesem Herbst die gleichen Chancen auf einen Studienplatz haben müssten wie bisher. "Es darf nicht ihr Nachteil sein, dass sie zufällig in einem Jahr einen Studienplatz suchen, in das ein Doppelabiturjahrgang oder die Wehrpflichtaussetzung fallen", so Schulz. "Bund und Länder müssen erneut eine gemeinsame Kraftanstrengung leisten, damit verstopfte Hochschulen und das Zulassungschaos nicht die Zukunftschancen junger Menschen verspielen. Denn die Studienanfänger von heute sind unsere Fachkräfte von morgen."