Roth-Behrendt: Zu wenig Überblick für Verbraucher

Roth-Behrendt: Zu wenig Überblick für Verbraucher

Dagmar Roth-Behrendt beim Seniorendialogforum 2009
 

Lebensmittelhersteller sollen künftig verpflichtet sein, Angaben zu Energiewert, Fett, gesättigten Fettsäuren und Kohlenhydraten mit besonderem Hinweis auf Zucker und Salz sowie zu Ballaststoffen, Eiweiß und Transfettsäuren auf der Produktrückseite anzugeben. Das hat der Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit des Europaparlaments jetzt beschlossen.
Abgelehnt wurde dagegen die Forderung der Sozialdemokraten nach einer verpflichtenden Angabe des Kalorienwertes auf der Produktvorderseite. "Die konservativen Abgeordneten haben verhindert, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher schnell und auf den ersten Blick erkennen können, wie viele Kalorien im Produkt enthalten sind", kritisierte die Berliner Europaabgeordnete Dagmar Roth-Behrendt. Das Ergebnis sei deshalb leider nur teilweise ein Fortschritt für die Verbraucherinnen und Verbraucher in der EU, so die SPD- Expertin für Gesundheits- und Verbraucherschutz.
Positiv bewertete Dagmar ROTH-BEHRENDT die Zustimmung zur verpflichtenden Angabe der Nährwerte pro Portion. "Für die Verbraucherinnen und Verbraucher ist es dringend nötig, dass die Nährwerte in realistischen und leicht nachvollziehbaren Portionsgrößen angeben werden, damit sie die Rosinen und Haferflocken nicht erst zählen müssen, um zu wissen, wie viel Zucker und Kalorien in ihrem Müsli enthalten sind", betonte Dagmar Roth-Behrendt.
Besonders erfreut zeigte sich Dagmar Roth-Behrendt über das Votum zur verpflichtenden Herkunftsangabe. Gegen den Widerstand der konservativen Mitglieder im Ausschuss konnte durchgesetzt werden, dass das Herkunftsland für Produkte aus Fleisch, Geflügel und Milch sowie für Obst und Gemüse immer angegeben werden muss. "Das ist auch das Mindeste, denn die Verbraucherinnen und Verbraucher wollen genau wissen, wo ihre Lebensmittel herkommen", erklärte Dagmar Roth-Behrendt.
Somit hat der Umweltausschuss bereits zum zweiten Mal für die verpflichtende Herkunftsangabe gestimmt. "Das ist ein eindeutiges Signal an den Ministerrat", mahnte Dagmar Roth-Behrendt und forderte: "Die Mitgliedstaaten müssen jetzt endlich dem Willen der Verbraucherinnen und Verbraucher nach klaren Informationen über die Herkunft ihrer Lebensmittel nachkommen."

 

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