8. September | Bildung ist entscheidend für das Gelingen von Integration

Wowereit: "Bildung ist entscheidend für das Gelingen von Integration"

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Klaus Wowereit hat die Bundesregierung aufgefordert, die bei der Vorstellung des Integrationsprogramms verkündeten Worte ernst zu nehmen und Integration nicht länger als reine Symbolpolitik zu begreifen.

Innenminister de Maiziere habe recht, wenn er den Spracherwerb als wichtigsten Baustein bei der Integration von Ausländern bezeichne. Aber er vergesse dabei, dass Deutschkenntnisse nicht erst in der Schule erworben werden, sondern schon viel früher, nämlich in Kindergärten und Kitas. "!Da scheint es grotesk", so Wowereit, "dass der Innenminister in seiner Pressekonferenz auf der einen Seite mangelnde Deutschkenntnisse als zentrales Problem der Integration beschreibt, sich aber auf der anderen Seite vehement gegen einen frühzeitigen Kitabesuch ausspricht. Das von der schwarz-gelben Regierung geplante ‚Betreuungsgeld’ für Eltern, die ihr Kind nicht in die Kita schicken, wird jedenfalls dazu führen, dass gerade Kinder mit Migrationshintergrund auf Frühförderung verzichten müssen."

Entscheidend für das Gelingen der Integration werde sein, ob Städte und Gemeinden die Mittel haben, eine vernünftige Sprachförderung in den Kitas zu organisieren, Sportvereine zu fördern und soziale Brennpunkte zu entschärfen. "Das von der Bundesregierung erst kürzlich beschlossene Sparpaket – das erhebliche Kürzungen gerade für Städte und Kommunen vorsieht – trägt jedenfalls dazu bei, dass die Integrationspolitik vor Ort vielfach scheitern muss", so Wowereit.

 

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