Regine-Hildebrandt-Preis wird verliehen

Regine-Hildebrandt-Preis verliehen

Die Berliner „Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V.“ und der Verein „Eltern helfen Eltern e.V.“ aus Bernau werden in diesem Jahr mit dem Regine-Hildebrandt-Preis ausgezeichnet. Der Preis, der an die verstorbene frühere Brandenburger Arbeits- und Sozialministerin erinnert, würdigt herausragendes Bürgerengagement. Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck überreicht den Preis am 26. November - dem Todestag von Regine Hildebrandt - bei einer Veranstaltung im Willy-Brandt-Haus.

 

Der mit 20.000 Euro dotierte  „Regine-Hildebrandt-Preis“ 2010 geht diesmal zu gleichen Teilen an die beiden Vereine. Die „Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V.“ wird für ihr Projekt „Stadtteilmütter auf den Spuren der Geschichte“ ausgezeichnet. Seit 2006 gibt es eine Zusammenarbeit mit so genannten Stadtteilmüttern, die von den Diakonischen Werken Neukölln-Oberspree und Berlin Stadtmitte zu Familienberaterinnen ausgebildet werden. Es sind Frauen mit Migrations-Hintergrund, die Familien ihrer Zuwanderer-Gemeinschaften zu Themen wie Erziehung, Bildung und Gesundheit Beratungsangebote machen. In Seminaren wird über Ursachen und Folgen des Nationalsozialismus informiert und auch über aktuelle Themen, wie „Rechtsradikalismus heute“, diskutiert. Die Stadtteilmütter sind Brückenbauerinnen zwischen den unterschiedlichen Kulturen.
  In der Begründung der Jury heißt es: „Die Neuköllner Stadtteilmütter, Migrantinnen, setzen sich mit der Nazivergangenheit auseinander. Multiperspektiver Blick auf die Geschichte, Erfahrung von Ausgrenzung und Diskriminierung – historisch und aktuell – fördert das Verständnis für die Aufnahmegesellschaft und der Migrantengruppen untereinander.“

 

Der Verein „Eltern helfen Eltern Bernau e.V.“ aus Bernau hat sich zur Aufgabe gemacht, Familien mit geistig oder körperlich behinderten Angehörigen zu unterstützen. Zurzeit stehen zehn Mitarbeiter und 25 ehrenamtliche Helfer hinter dem Projekt, die diese Familien durch ein Netzwerk von Helfern und mit eigenen Freizeitangeboten entlasten und ihnen Hilfe zur Selbsthilfe bieten.


 

 

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