Starke Stimmen gegen Rechts:

Starke Stimmen gegen Rechts

Konzert Starke Stimmen gegen Rechts
 

Ein (laut-)starkes Zeichen gegen Rechts haben in Berlin tausende Musikfans gesetzt. Zehn Bands begeisterten das Publikum in Berlin beim großen Abschlusskonzert des Projektes "Nazis aus dem Takt bringen".   Frank-Walter Steinmeier, Mit-Initiator des Bandwettbewerbs,  forderte gemeinsamen Widerstand gegen Hass und Gewalt.

Die Stilvielfalt war beeindruckend an diesem Nachmittag im Stadion An der Alten Försterei in Berlin-Köpenick. Von dem melodischem Gitarrenpop der Myriad Creatures  und Empty Guns über Punkrock von HeMaTom aus Sachsen bis hin zu Hip Hop und Soul war für jeden etwas dabei. Über 5 000 Menschen kamen, um das kostenlose Gratiskonzert des Projektes "Nazis aus dem Takt bringen - Starke Stimmen gegen Rechts" im Stadion des 1. FC Union Berlin zu sehen.

Initiiert wurde das Projekt von dem SPD-Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier gemeinsam mit The BossHoss, Smudo, Tim Renner, Oceana und dem Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Michael Sommer. Mehr als 300 Bands haben an dem Bandwettbewerb teilgenommen, abgestimmt wurde im Internet. Die Gewinner: Cosma, HeMaTom sowie Empty Guns. Alle drei Bands standen am Sonntag auch auf der Bühne und konnten sich vor großem Publikum beweisen.

MTV-Moderator Klaas Heufer-Umlauf und der Stadionsprecher des 1. FC Union Berlin, Christian Arbeit, moderierten das Konzert. Zwischen den Bands stellten sie Projekte wie die Amadeu Antonio Stiftung oder das Projekt "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" vor, die sich auf vielfältige Arten gegen Diskriminierung und Rechtsextremismus einsetzen.

Bevor The BossHoss als Hauptact des Abends die Zuschauer mit ihren Country- und Rockabilly-Songs begeisterten, kam Frank-Walter Steinmeier gemeinsam mit den übrigen Initiatoren auf die Bühne. An vielen Orten in Deutschland versuche die NPD Raum zu gewinnen. "Und ich möchte nicht, dass aus Parolen der Rechten wieder Hass und Gewalt wird. Das müssen wir miteinander verhindern." Er wolle ein Land, erklärte der SPD-Kanzlerkandidat, "in dem wir ohne Angst voreinander verschieden sein können". Tausende Bündnispartner signalisierten lautstark ihre Unterstützung für eine tolerante Gesellschaft.

Fotos: Rainer Knörr