Sicher in Marzahn-Hellersdorf

Sicher in Marzahn-Hellersdorf

Rudi Kujath, Ehrhart Körting und Fritz Felgentreu

Rudi Kujath, Ehrhart Körting und Fritz Felgentreu

 

In Marzahn-Hellersdorf ist das Leben sicherer geworden. In Hinblick auf die Kriminalitätsrate sei der Bezirk "ein unbeschriebenes Blatt“, bestätigte Innensenator Erhart Körting auf einer Veranstaltung, zu der der SPD-Bundestagskandidat Rudi Kujath eingeladen hatte. Mit auf dem Podium diskutierten Fritz Felgentreu, Bundestagskandidat für die SPD Neukölln und
Sprecher für den Bereich Verfassungs- und Rechtsangelegenheiten im Abgeordnetenhaus von Berlin, sowie der Strafverteidiger Malte Höpfner.

Die Kriminalität ist in Berlin insgesamt zurückgegangen. Vor allem bei schweren Delikten wie Mord, Totschlag, Körperverletzung oder auch Raub weist die Kriminalitätsstatistik 2008 rückgängige Zahlen aus. Zunahmen, so Körting, habe es im Bereich des Kraftfahrzeugdiebstahls sowie bei Rauschgiftdelikten gegeben. Körting rät dazu, mit Präventivmaßnahmen die eigene Sicherheit zu erhöhen, etwa durch entsprechende Fahrradschlösser oder indem im Urlaub die Zeitung abbestellt wird, um nicht durch überquellende Briefkästen die Abwesenheit  zu zeigen.

Aus seinen Erfahrungen mit dem Rollbergviertel in Neukölln regte Fritz Felgentreu an, andere Kommunikationswege, zum Beispiel über das Quartiersmanagement zu suchen, um Probleme gar nicht erst aufkommen zu lassen. Zudem sei dieser Weg für manche Menschen leichter, als sich an die Polizei zu wenden.

Mit Integrationsmaßnahmen für Migranten müsse rechtzeitig begonnen werden, so Ehrhart Körting. „Wir müssen die Türen für sie öffnen“, sagte der Innensenator, etwa wenn es um die Anerkennung von im Ausland erworbenen Ausbildungen gehe. Dies sei gerade im Hinblick auf die soziale Sicherheit sehr wichtig.

Abschließend blieb viel Zeit für die Fragen der zahlreich erschienenen Gäste, welche vom Einsatz der Bundeswehr im Inland, den die SPD im Gegensatz zur CDU ablehnt,  bis hin zum Waffenrecht reichten. Innerhalb der Diskussion hob Ehrhart Körting hervor, dass die Berliner Polizei gut aufgestellt sei und betonte die sehr gute Vernetzung der Innenministerien der Bundesländer untereinander.

Seine reichhaltige Erfahrung als Experte für Bauen und Stadtentwicklung stellte Rudi Kujath  immer wieder unter Beweis. So verdeutlichte er, dass beim Bau von Wohnanlagen bereits aus städtebaulicher Perspektive das Entstehen von Problemen, aus denen Kriminalität resultieren kann, vermieden werden sollte.

Text und Fotos: Lena Heinze-Berg