S-Bahn: SPD-Fraktion fordert weitere Konsequenzen

S-Bahn: SPD-Fraktion fordert weitere Konsequenzen

portrait Christian Gaebler
 

Weitere Konsequenzen aus dem "unverantwortlichen Handeln der S-Bahn" hat der verkehrspolitische Sprecher und Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion des Berliner Abgeordnetenhauses, Christian Gaebler, gefordert. Dazu gehört seiner Ansicht nach die sofortige Einstellung aller Zahlungen an die S-Bahn Berlin GmbH bis zurWiederherstellung eines geregelten S-Bahn-Verkehrs.

Gaebler bezeichnete es als "eine Unverschämtheit", was den Berlinerinnen und Berlinern von der Deutschen Bahn und der S-Bahn Berlin GmbH zugemutet werde. Die Fahrzeuge müssten so schnell wie möglich repariert werden.  "Es muss endlich Schluss sein mit dem Fahren auf Verschleiß", so der SPD-Politiker. "Die Sparauflagen für die S-Bahn Berlin GmbH müssen von der Deutschen Bahn zurückgenommen werden, genau wie die verlängerten Wartungsintervalle im Werkstatt- und Instandhaltungsbereich. Wirerwarten die schnelle Wiedereinführung einer vorausschauenden Wartung."
Für die Fahrgäste müsse es weitergehende Entschädigungen geben, denn sie seien die Leidtragenden des unverantwortlichen Handelns der S-Bahn Berlin GmbH und der Deutschen Bahn, sagte Gaebler. "Der Aufsichtsratsvorsitzende Graf von der Schulenburg, einer der Hauptverantwortlichen für die Misere, muss endlich abberufen werden. Für den Aufsichtsrat der S-Bahn Berlin GmbH müssen sofort zwei Vertreter von Berlin und Brandenburg benannt und von der Deutschen Bahn bestellt werden."

Zudem forderte Gaebler zu prüfen, "inwieweit die BVG die Aufgaben der S-Bahn übernehmen könnte
und welche Investitionen damit verbunden wären". Gaebler: "Berlin braucht als Hauptstadt einen leistungsfähigen und störungsfreien S-Bahn-Verkehr, der professionell und an den Interessen der Fahrgäste orientiert gemanagt wird.“