Harald Christ in Tegel

Harald Christ in Tegel

Harld Christ und Jörg Stroedter in der Markthalle Tegel
 

Wirtschaft geht alle an und Politik muss nah bei den Menschen sein. Diesen beiden Grundsätze folgte der Reinickendorfer Abgeordnete und SPD-Bundestagskandidat Jörg Stroedter, als er den Mittelstandsexperten Harald Christ, Mitglied im Team Steinmeier, zu einer Gesprächsrunde nach Tegel einlud. Mitten in der Tegeler Markhalle stellte Harald Christ am 3. September die wirtschaftspolitischen Ziele von Frank-Walter Steinmeiers Deutschlandplan vor, und erläuterte wie die SPD die Rahmenbedingungen vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen verbessern will, und so neue Arbeitskräfte in innovativen Branchen schaffen will.

Nach einem Gang durch die Markhalle ging es in der Marktschänke zunächst vor allem um die Finanzkrise und deren Folgen für die Wirtschaft. Dass diese ganz konkret auch Tegel treffen, konnte Jörg Stroedter seinem Gast schon bei der Begrüßung in der Fußgängerzone Tegel zeigen. Die leeren Schaufenster, des seit Mitte August geschlossenen Hertie-Kaufhauses sind ein täglich sichtbares Zeichen der Auswirkungen der Krise.

Um das Thema Kaufhäuser ging es auch in der Diskussion. Jörg Stroedter betonte, dass schnell eine sinnvolle Nachnutzung für das leer stehende Gebäude gefunden werden müsse. Tegel braucht an dieser Stelle ein interessantes Angebot,  um für Gewerbetreibende und Kunden ein attraktiver Standort zu bleiben.“ Die Tegeler Hertie-Filiale habe schwarze Zahlen geschrieben und ein Kaufhaus sei wichtig für Tegel.

 
Harld Christ und Jörg Stroedter in Tegel

Harld Christ und Jörg Stroedter in Tegel

 

Er unterstütze deshalb die Pläne des ehemaligen Hertie-Geschäftsführers, das Kaufhaus mit den gekündigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in eigener Regie wieder zu eröffnen. Harald Christ erläuterte die Hintergründe für die Schwierigkeiten der Kaufhausketten. Die Renditeforderungen der Investoren seinen völlig überzogen gewesen. Mit einem ordentlich geführten Kaufhaus könne man Gewinn machen, aber Renditen von 8 bis 12 Prozent seien eben im Handel nicht realistisch. Deshalb habe man versucht mit Spekulationen die Gewinne in die Höhe zu treiben und sei nun eben damit auf die Nase gefallen. Für die Zukunft mahnte Harald Christ deshalb ein solideres Wirtschaften an.

 

Text/Fotos: Gilbert Collé