Grosse: "CDU blockiert Schutz für Leiharbeitnehmer"

Grosse: "CDU blockiert Schutz für Leiharbeitnehmer"

 

Die Berliner SPD-Arbeitsmarktpolitikerin Burgunde Grosse hat  eine schnelle Reform des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes gefordert, um Leiharbeiter besser zu schützen. Der CDU warf sie vor, das Vorhaben zu blockieren.


"Die Situation der Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter hat sich dramatisch verschlechtert", so die Berliner SPD-Abgeordnete. "Mit ihrem Nein zur Überarbeitung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AGÜ) im Bundesrat blockieren die CDU-geführten Länder jedoch eine Besserstellung der Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter. Leiharbeitnehmer/-innen verdienen bei gleicher Arbeitszeit oft nur zwischen 50 und 60 % des Einkommens von Stammbeschäftigten und sind somit Beschäftigte 2. Klasse."

1,2 Millionen Menschen sind -trotz Leiharbeit - zur Existenzsicherung auf ergänzende Zahlungen des Staates angewiesen. Nur etwa jeder Zehnte schafft durch die Leiharbeit den "Sprung" in ein normales Beschäftigungsverhältnis, Qualifizierungen werden von den Zeitarbeitsfirmen selten angeboten.

Burgunde Grosse: "Statt mit dem Instrument der Leiharbeit auf kurzfristige Engpässe zu reagieren, haben viele Betriebe begonnen, Stammpersonal zu entlassen und gegen Leiharbeitskräfte auszutauschen. Das müssen wir ändern! Um diesen schockierenden Entwicklungen nach wie vor entgegenzuwirken, fordern wir einen Gesetzentwurf, der die Gleichbehandlung der Leiharbeitnehmer und der Stammbelegschaften wieder garantiert und die gezielten Verschlechterungen durch Tarifverträge nicht mehr zulässt. Auch über diese Frage entscheiden die Wählerinnen und Wähler am nächsten Sonntag."